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Vakuumtechnik in der Industrie –
Einsatzmöglichkeiten und Funktionsweise

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Spricht man von Vakuumtechnik in der Industrie, so unterscheidet man höchst unterschiedliche Einsatzgebiete und Anwendungen. Sie ist eine wichtige und aus der Automation und Handhabungstechnik nicht wegzudenkende Technologie. Das Spektrum der Möglichkeiten ist breit gefächert und betrifft eine Vielzahl von Branchen von der Metallindustrie über die Automobilbranche bis zur Medizintechnik.

Die folgenden drei Anwendungsbeispiele veranschaulichen in etwa die Vielfalt der Vakuumtechnik:

Mithilfe von Vakuumsauggreifern können leichte, empfindliche Gegenstände innerhalb einer Automationskette sicher und gegebenenfalls berührungslos angehoben und transportiert werden.

Vakuumheber halten oder befördern sicher große, flächige Werkstücke, wie Holz- oder Spanplatten.

Schüttgüter, wie Sand, Stäube oder schüttbare Lebensmittel wie Mehl oder Zucker gelangen mittels Unterdruck aus dem LKW in die Lagerbehälter der Produktion oder von einer Produktionsstation zur nächsten. Man spricht hierbei von einem Unterdruck-Transportsystem.

Die Diversität der Beispiele belegt die große Palette der Einsatzmöglichkeiten, die diese Technologie bietet. Sie umfasst Handhabung von leichten bis schweren Werkstücken oder Komponenten bis zur Beförderung von Schüttgütern. Unterschiedlichste Prozessschritte wie Anheben, Fördern, Wenden, Greifen, Spanen, Halten, Einlegen, Bewegen, Umsetzen, Transportieren, Beschicken werden mit Vakuumtechnologie realisiert. Sauggreifer, Saugheber, Vakuum- und Balgsauger, Saugpinzetten oder berührungslose Transportsysteme in vielen Größen und Formen führen diese Schritte anwendungsbezogen aus. Auch Applikationen zum Ansaugen von flüssigen Materialien, wie in einem weiter unten aufgeführten Beispiel aus der Stahlindustrie, gehören dazu.

Vakuumbereiche – vom Unterdruck zum Ultrahochvakuum

Wie wird dieses für die Industrie so wichtige Vakuum erzeugt? Um diese Frage zu beantworten muss zunächst bestimmt werden, welcher Vakuumbereich für eine Applikation benötigt wird und um welchen technischen (Teil-)schritt es geht. Man unterscheidet folgende Messbereiche: Atmosphäre (1000 mbar=1 bar abs.), Unterdruck ( 1000 – 300 mbar abs.), Grobvakuum (1000 – 1 mbar abs.), Feinvakuum (1 – 10-3 mbar abs.), Hochvakuum (10-3 – 10-7 mbar abs.) sowie Ultrahochvakuum ( <10 -7 mbar abs.). In der Wissenschaft geht man von der absoluten Schreibweise aus, die den Umgebungsdruck mit einbezieht.
Dieser liegt je nach Höhenlage der Umgebung bei etwa 1 bar. Vakuum kann darüber hinaus auch als relativer Wert angegeben werden, wobei man von einem Luftdruck von 0 bar ausgeht. Die Relativwerte für Vakuum gehen daher in den negativen Bereich und haben negative Vorzeichen. 300 mbar abs. entspricht beispielsweise dem relativen Wert -700 mbar.

Zwei Prinzipien – ein Begriff: Vakuumerzeuger – Ejektoren und kinetische Vakuumpumpen

Technisch gesehen gibt es für das Erzeugen von Vakuum verschiedene Prinzipien. Hinter dem Begriff Vakuumerzeuger verbergen sich nämlich zwei höchst unterschiedliche Produkte. Diese stellen das Vakuum im ersten Fall pneumatisch, im zweiten Fall elektrisch, mithilfe von Bewegungsenergie bereit. Die rein pneumatisch betriebenen Vakuumerzeuger nennt man in der Fachwelt Ejektoren. Ejektoren sind klein, kompakt und leicht und werden meist direkt in ein Druckluftsystem mit einem beständigen Betriebsdruck integriert. Sie funktionieren nach dem Venturi-Prinzip. Dabei wird Druckluft in den Ejektor eingeleitet. Durch die darin befindliche, sich verengende Düse wird der Luftstom zugleich beschleunigt und komprimiert. Nach Verlassen der Düse entspannt sich der Luftstrom und es entsteht ein hoher Unterdruck, der bewirkt, dass Luft von außen durch den im Ejektor vorhandenen Vakuumanschluss angesaugt wird. Ejektoren können mithilfe von vorgeschalteten oder integrierten Ventilen innerhalb kürzester Zeit den Luftstrom des Systems umschalten, regeln und Vakuum generieren. Sie realisieren so kurze, präzise getaktete Arbeitszyklen. Diese Art der Vakuumerzeugung generiert hohes Vakuum (Hochvakuum oder Ultrahochvakuum) bei relativ geringem Volumentstrom. Sie wird da eingesetzt, wo es um das Handling von leichten bis mittelschweren Komponenten geht. Typische Anwendungsmöglichkeiten sind Industrieroboter-Applikationen oder Automationsketten in denen Werkstücke mittels Vakuumgreifern transportiert, gedreht, angehoben oder gehalten werden.

Das zweite Prinzip ist die Vakuumerzeugung durch Maschinen, wie Vakuumpumpen, Vakuum-Gebläse und Verdränger-Vakuumpumpen. Hier hat man es mit anderen Dimensionen zu tun, denn diese Maschinen sind von weitaus größerer Bauart als Ejektoren. Das technische Prinzip dahinter ist etwas komplizierter als das der Ejektoren. Vakuum-Gebläse oder Vakuum-Verdichter sind nicht in ein geschlossenes Druckluftsystem integriert. Sie sind vielmehr selbst der Ursprung des Vakuums, denn sie generieren das benötigte Vakuum durch kinetische Energie. In den meisten Fällen wird diese Bewegungsenergie im Vakuumgebläse durch Drehkolben erzeugt. Für den Antrieb der Drehkolben wiederum ist elektrische Energie notwendig. Die Luft oder auch Gase werden mithilfe von mechanischen Einwirkungen (= Drehkolben) in einem Rohrsysystem in die Förderrichtung gezwungen. Dabei entsteht ein verhältnismäßig geringes Vakuum jedoch ein hohes Saugvolumen. Bei einer Verdränger-Vakuumpumpe wird alternativ das einströmende Medium (Luft oder Gas) abgesperrt, somit verdichtet und anschließend ausgestoßen. Die Vakuumbereiche, die hier erzielt werden können, variieren zwischen Unterdruck und maximal Hochvakuum (dieses wird meist Verbindung mit vorgeschalteten Pumpen erreicht).

Anwendungsbereiche von Vakuum-Drehkolbengebläsen

Der hohe Volumenstrom, der generiert wird, eignet sich für vielfältige Industrieanwendungen, allerdings ganz andere als der sehr kleine der Ejektoren. Sie sind durchweg robusterer Art. Ein hoher Volumenstrom mit leichtem Unterdruck kann beispielsweise ideal für Absaugsysteme schädlicher Gase oder Stäube in der Produktion, Werkstätten, Kohlekraftwerken, der chemischen Industrie und überall dort, wo verunreinigte Luft abgesaugt werden muss, eingesetzt werden.

Vakuumgebläse haben jedoch noch viel mehr zu bieten: In der Stahlindustrie helfen sie bei der Veredelung von Stahl durch Stahlentgasung. Hierbei wird im sogenannten Vakuum-Umlaufverfahren eine Teilmenge des flüssigen Stahls per Unterdruck in ein Gefäß gesaugt. Man spricht hier von Größenordnungen von 10.000 bis 97.000 Kubikmetern pro Stunde. Der eingesaugten Schmelze wird durch das Einblasen von Argon der Kohlenstoff entzogen, das heißt, sie wird entkohlt und entgast. Im Anschluss fließt sie zurück in die Schmelzpfanne. In einem anderen Verfahren, dem sogenannten VODVerfahren (=Vacuum Oxygen Decarburisation) werden durch zusätzlich eingeblasenen Sauerstoff der Schmelze weitere Kohlenstoffe entzogen und der Stahl damit noch weiter veredelt.

Vakuum-Drehkolbengebläse sind des Weiteren ideal geeignet für den Unterdruck-Transport, der zum Bereich der pneumatischen Förderung gehört. Nicht nur Stäube und leichte Schüttgüter (s.o.) können durch die Erzeugung eines Unterdrucks mit einem hohen Volumenstrom transportiert werden, auch kleinere Metallteile, zum Beispiel Stanzabfälle die bei der Produktion im Walzwerk anfallen, können mittels Vakuum abgesaugt und über Rohrleitungen in den Schmelzprozess zurückgeführt werden.

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CityLoop startet Erprobungsbetrieb auf ersten Routen Geschäftsreise-Startup mit innovativem Limousinen-Fahrservice auf Ridesharing-Basis für die Mittelstrecke testet mit ausgewählten Kunden

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Walldorf (ots)

Nach dem vielbeachteten Launch-Event auf der ITB-Messe in Berlin, startet das Geschäftsreise-Startup um den Unternehmer Jörg Mayer planmäßig den Erprobungsbetrieb des ersten Ride-Sharing-Service für Geschäftsreisende auf der Straße. Mit ausgewählten Kunden werden ab sofort die ersten Routen befahren, zum Beispiel auf der Strecke zwischen dem SAP-Campus in Walldorf und dem Frankfurter Flughafen. Der innovative, auf Mittelstrecken fokussierte, Business-Fahrservice folgt dem Prinzip des Linienverkehrs und vermittelt als Reisebüro preisgünstig Sitzplätze in Oberklasse-Limousinen. Die Loop genannten kreisförmigen Strecken verbinden Hotspots wie Flughäfen und Großunternehmen und werden von ausgewählten, erfahrenen Chauffeurservice-Unternehmen vielfach am Tag zu festen Zeiten abgefahren.

„Das Feedback auf unsere Konzeptvorstellung während der ITB war hervorragend!“ kommentiert Gründer und CEO Jörg Mayer: „CityLoop ist als Reisebüro angetreten, die unterschiedlichen Verkehrsmittel zu verzahnen und mit einem pünktlichen sowie verlässlichen Fahrservice auf der Mittelstrecke für ein völlig neues Geschäftsreise-Erlebnis zu sorgen. In zahlreichen Gesprächen mit Geschäftsreise-Verantwortlichen namhafter Unternehmen haben wir wertvolle Impulse und Bestätigung bekommen. Uns ist es nun wichtig, im Erprobungsbetrieb auf den ersten Loops das Servicekonzept auszutesten und konsequent zu optimieren.“

Dabei werden bis zu drei Reisende gleichzeitig sicher und komfortabel transportiert. Die Fahrgäste können auf den Loops an zahlreichen Stopzones, wie Hotels, Cafes, Unternehmen oder Parkplätzen, zu- und aussteigen. An Bord der Limousinen arbeiten Geschäftsreisende wie im eigenen Büro oder genießen entspannte Pausen.

Das Ride-Sharing-Modell von CityLoop, mit Ticketpreisen ab 79.- Euro je 100 Kilometer, ist nicht nur effizient und äußerst wirtschaftlich, sondern sorgt gleichzeitig auch für weniger Individualverkehr und Umweltbelastung.

„Die Sensibilisierung der Unternehmen für ein optimales Geschäftsreiseerlebnis ihrer Mitarbeiter, aber auch für einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt, ist deutlich spürbar!“ ergänzt Oliver Schwartz, Leiter der Unternehmenskommunikation bei CityLoop: „Und immer mehr Geschäftsreisende wünschen sich flexiblere Unternehmensregeln für Geschäftsreisen, die weniger auf den günstigsten Ticket- oder Übernachtungspreis abheben, sondern in einer Gesamtkostenbetrachtung auch die Produktivität der Mitarbeiter mit berücksichtigen. Denn Reisezeit ist Arbeitszeit und sollte daher optimal genutzt werden!“

Quelle: presseportal.de


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Nach weltweiter Talentsuche stellt PETRONAS neuen Trackside Fluid Engineer in der Formel 1 vor

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Barcelona, Spanien (ots/PRNewswire)

PETRONAS Lubricants International (PLI), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von PETRONAS, hat heute mit Stephanie Travers die erfolgreiche Bewerberin aus der globalen Suche nach einem neuen Trackside Fluid Engineer bekannt gegeben.

(Photo: https://mma.prnewswire.com/media/828728/PETRONAS.jpg )

Die 24-Jährige wird dem fünffachen FIA F1 World Constructors‘ Champions, Mercedes-AMG PETRONAS Motorsport, in der Saison 2019 mit umfangreichen Schmiermittel-Services zur Seite stehen.

Sie setzte sich gegen 7000 Bewerber durch und absolvierte erfolgreich den fünfteiligen Auswahlprozess mit abschließendem Bewerbungsgespräch mit Giuseppe D’Arrigo, dem Chief Executive Officer der PLI-Gruppe.

„Wir freuen uns, Stephanie als neuen PETRONAS Trackside Fluid Engineer (PTFE) begrüßen zu dürfen“, sagte D’Arrigo. „In ihrer neuen Rolle reist Stephanie mit dem Team zu allen Rennen, um vor Ort im PETRONAS Labor an der Rennstrecke zu arbeiten. Unsere Ingenieure repräsentieren die technische Expertise von PETRONAS in der Formel 1. Sie stehen für das Bekenntnis des Unternehmens, einen Pool an Talenten aufzubauen, um unsere Fluidtechnik von der Rennstrecke auf die Straße zu bringen. PETRONAS beschäftigt im gesamten Unternehmen nur die besten und begabtesten Mitarbeiter und ich bin davon überzeugt, dass Stephanies Fähigkeiten, Leidenschaft, Entschlossenheit und positive Einstellung sie zu einem fantastischen Neuzugang für unser Team machen werden.“

Stephanie wurde am Circuit de Catalunya von PLI Group Technology Officer Eric Holthusen vorgestellt. Sie wird vom amtierenden PETRONAS Trackside Fluid Engineer Ahmad Nasri Mohd Shafie betreut.

„PETRONAS hat einen enormen Beitrag zur Performance und Zuverlässigkeit beigetragen, die das Herzstück unserer Erfolge aus den vergangenen fünf Saisons darstellen“, sagte Toto Wolff, Teamchef und CEO von Mercedes-AMG PETRONAS Motorsport.

„PETRONAS hat im Verlauf unserer Partnerschaft, die sich nun schon über ein ganzes Jahrzehnt erstreckt, stetig die Messlatte höher gelegt und uns mit Technologien und technischem Know-how versorgt, um uns damit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Das PETRONAS Trackside Fluid Engineer Programm war von Anfang an Teil unserer Partnerschaft und ist eine wichtige Säule in unserem Streben nach Leistung und Zuverlässigkeit. Die Möglichkeit, Schmiermittelingenieure in unserem Labor an der Rennstrecke zu haben, gibt uns die Chance, schnell Schmierstoffe aus dem Auto zu analysieren und auf potenzielle Herausforderungen in Echtzeit zu reagieren. Das Programm hat sich zudem zu einem großartigen Weg entwickelt, um in unserer hart umkämpften Branche Talente zu finden und weiterzuentwickeln. Ich bin sicher, dass Stephanie unser Team an der Strecke weiter verstärken wird. Herzlich willkommen in der Mercedes-AMG PETRONAS Motorsport-Familie, Stephanie!“

PETRONAS ist seit dem Jahr 2010 technischer Partner von Mercedes-AMG PETRONAS Motorsport. Das Unternehmen entwickelte in enger Zusammenarbeit mit dem Mercedes-AMG Werksteam, Mercedes-AMG High Performance Powertrains (HPP), und PETRONAS Technology Solutions(TM) die PETRONAS Primax Treibstoffe, PETRONAS Syntium Motoröle und PETRONAS Tutela Getriebeflüssigkeiten.

Quelle: presseportal.de

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AllgemeinArbeitsmarktBeruf/KarriereBewerbungJobsStellenanzeigenWirtschaft

Nach dem Jobwechsel ist vor dem Jobwechsel Aktueller Blue-Collar-Kompass: Nichtakademiker bleiben auch nach dem ersten Tag bei einem neuen Arbeitgeber offen für Jobangebote

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Berlin (ots)

Fast zwei Drittel (63%) der nichtakademischen Arbeitnehmer in Deutschland sind auch dann für einen anderen Job offen, wenn sie gerade einen neuen begonnen haben. Das ist ein Ergebnis des aktuellen „Blue-Collar-Kompass“, für den mobileJob.com quartalsweise mehr als 1.000 Bewerber ohne akademische Ausbildung zu ihrem Arbeitsleben befragt. Demnach sagen 56% der Befragten, dass sie auch nach dem ersten Tag bei einem neuen Arbeitgeber die Augen und Ohren für einen neuen Job offenhalten und gesprächsbereit sind, wenn sie von Unternehmen angesprochen werden. Weitere 7% bleiben sogar aktiv auf Jobsuche und selektieren selbständig den Jobmarkt. Nur 37% beenden ihre Jobsuche, wenn sie bei einem neuen Unternehmen starten.

Befristung und Gehaltsinfos – was in Stellenanzeigen wichtig ist

Wenn es um die Auswahl eines neuen Jobs und Arbeitgebers geht, haben Nichtakademiker klare Vorstellungen: So suchen zum Beispiel 70% von ihnen in Stellenanzeigen vor allem nach Informationen zur Befristung einer offenen Stelle. „Nichtakademikern ist vor allem Jobsicherheit wichtig, wenn sie den Arbeitgeber wechseln. Daher sind sie primär auf der Suche nach Stellen, die entweder unbefristet sind oder aber eine lange Verweildauer im Unternehmen garantieren. Die oft diskutierte Work-Life-Balance, die bei Akademikern so hoch im Kurs steht, ist Nichtakademikern hingegen ziemlich egal“, erklärt mobileJob.com-Geschäftsführer Steffen Manes.

Zudem wertvolle Angaben aus Sicht der Kandidaten in Stellenanzeigen: Gehaltsinformationen, die 57% der Befragten sehr wichtig sind, Auskünfte zur Arbeitszeit (für 53% sehr wichtig) sowie eine Aufzählung der Zusatzleistungen (für 32% sehr wichtig). Dazu passt: Satte 93% der Bewerber lesen sich vor allem den sogenannten „Wir bieten“-Abschnitt in Stellenanzeigen durch, in dem Unternehmen ihre Arbeitgeberleistungen anpreisen und Kandidaten so von ihren Vorzügen überzeugen. „Umso verwunderlicher ist es, dass noch immer zahlreiche Arbeitgeber Stellenanzeigen verfassen, ohne ihre Leistungen als Arbeitgeber zu kommunizieren. Das passt natürlich gar nicht zur aktuellen Lage auf dem Blue-Collar-Arbeitsmarkt, auf dem passende Kandidaten händeringend gesucht werden. Viel zu oft registrieren wir auf unserer Plattform noch Stellenanzeigen, in denen das Anforderungsprofil länger ist als die Liste der Arbeitgeberleistungen. Das ist bei Mangelberufen wie Pflege- oder Logistik-Fachkräften geradezu fahrlässig. Deshalb raten wir immer dazu, die eigenen Vorzüge in den Fokus eines Stellenangebots zu stellen,“, so Steffen Manes.

Digitale Stellenanzeigen – unnötiger Schnick-Schnack oder überzeugendes Tool?

Was innovative, digitale Neuerungen in Stellenanzeigen betrifft, sind nichtakademische Kandidaten eher konservativ. Die Integration von Arbeitgebervideos in Online-Stellenanzeigen halten etwa 55% der Befragten für unnötig. Noch größer ist die Skepsis bei der Integration von VR-Technologie. Die virtuelle Besichtigung eines neuen Arbeitsplatzes mit VR-Brille halten mehr als drei Viertel (76%) für Schnick-Schnack. Auch die Integration von QR-Codes findet kaum Akzeptanz. 68% halten sie für überflüssig. Eher gut finden Kandidaten die Integration von 3D-Bildern, zum Beispiel der Arbeitsstätte. Das würden 55% bevorzugen. Ähnlich akzeptiert: die Einbindung von Links zu Video-Interviews, die immerhin 47% der befragten Nichtakademiker begrüßen.

Über die Studie

Für den Blue-Collar-Kompass 04/2018 befragte das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag von mobileJob.com 1.012 Arbeitnehmer mit nichtakademischen Hintergrund, die dem Blue-Collar-Arbeitsmarkt zuzuordnen sind und sich in den letzten drei Jahren mindestens einmal in einem Bewerbungsverfahren befanden. Befragungszeitraum war Dezember 2018. Ziel des Blue-Collar-Kompass ist es, einen analytischen Blick auf die Karriereperspektiven von Nichtakademikern zu werfen. Er erscheint quartalsweise.

Quelle: presseportal.de

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e-Mobility: sechs von 12 Wallboxen empfehlenswert ADAC Test zeigt: Billigprodukte können gefährlich sein

e-Mobility: sechs von 12 Wallboxen empfehlenswert

München (ots) – Wer sich ein Elektroauto zulegt, braucht eine Ladestation für zu Hause – eine sogenannte Wallbox. Der ADAC hat zwölf Modelle – mit Ladeleistungen von 3,7 kW bis 22 kW – einem Systemvergleich unterzogen.

Das Testergebnis zeigt große Unterschiede. Sechs Boxen erhielten die Note „sehr gut“ oder „gut“ und sind damit empfehlenswert. Drei Boxen (mit „ausreichend“ bewertet) hatten so große Schwächen, dass sie als nicht empfehlenswert eingestuft wurden. Und drei Geräte fielen aufgrund eklatanter Sicherheitsmängel im Test durch.

Am besten abgeschnitten haben die 11-kW-Wallbox des deutschen Herstellers ABL (Note 1,0) und die 4,6-kW-Box des Herstellers Keba (Note 1,3). Mit 865 Euro beziehungsweise 762 Euro liegen sie preislich im Mittelfeld. Ebenfalls ein „sehr gut“ (Note 1,4) bekam die 22-kW-Box von Mennekes – diese ist mit 1903 Euro allerdings doppelt so teuer.

Der ADAC warnt vor den beiden im Internet erhältlichen Billiggeräten von Annies-Carparts und Franz Röcker (Note jeweils 5,5). Die Ladeboxen schalten bei einer Fehlermeldung den Strom nicht ab. Dies ist extrem gefährlich und kann zu einem Brand oder zu Personenschäden führen.

Wichtig: Die Installation einer Wallbox muss eine Elektrofachkraft übernehmen. Hilfreich ist ein fest an der Box angebrachtes Ladekabel. Auf nicht benötigte Ausstattungen sollte man verzichten. Diese können die Bedienung erschweren sowie zu Fehlern und Ausfällen führen. Um hohe Zusatzkosten zu vermeiden, ist ein integrierter Schutz gegen Gleichfehlerströme wichtig. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass zusätzlich zu den Kosten einer Wallbox auch Anschlusskosten entstehen.

Untersucht wurden die Zuverlässigkeit beim Laden, die Einfachheit der Bedienung sowie die Sicherheit. Das Gesamturteil konnte dabei nicht besser sein als die Note der Sicherheit. Die kompletten Testergebnisse finden sich unter www.bit.ly/adac_wallboxen.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: „obs/ADAC e.V.“

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