close

Beruf/Karriere

Beruf/Karriere

Studie: Mitarbeiter wünschen sich individuelles Coaching – bekommen es aber nicht Mit einem ganzheitlichen Lernangebot können Unternehmen bisher ungenutztes Potenzial heben

Studie: Mitarbeiter wünschen sich individuelles Coaching

Freiburg (ots)

Mitarbeiter sind beim Thema Weiterbildung zwar per se motiviert, wünschen sich jedoch andere Formate als ihnen Unternehmen bieten. Damit wird wertvolles Potenzial aufs Spiel gesetzt. Zu diesem Ergbnis kommt die repräsentative Umfrage „Wert der Weiterbildung“ der Haufe Akademie, eine Weiterentwicklung der gleichnamigen Studie aus dem Jahr 2013.

In einem Punkt sind sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einig: Die beliebtesten Weiterbildungsformate sind Seminare und Tagungen. Bei allen anderen Angeboten klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander: Am eklatantesten zeigt sich dies bei längeren Qualifizierungsprogrammen sowie persönlichem Coaching. Obwohl sich nahezu 80 Prozent der befragten Mitarbeiter diese Formate wünschen, bekommen nur 34 bzw. 21 Prozent die Möglichkeit, an solchen teilzunehmen. Dabei ist gerade Coaching besonders wirksam. Der Grund: Es fokussiert auf die individuelle Zielsetzung des Mitarbeiters und definiert die Entwicklungsschritte, die nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei kommen professionelle Analyse- und Interventionsinstrumente zum Einsatz. Durch permanente Rückkoppelung weiß der Coachee stets, wo er gerade steht.

Der Nutzen von digitalem Lernen ist in den Unternehmen noch nicht angekommen

Die Studie zeigt auch, dass Lernen noch nicht ganzheitlich genug betrachtet wird. So halten Mitarbeiter E-Learnings und Blended Learnings (eine Kombination aus Online-Formaten und Präsenzveranstaltungen) für am wenigsten sinnvoll – und letzteres wird auch nur in 13 Prozent der Unternehmen angeboten. Dabei fördert die gezielte Kombination von Analogem und Digitalem ganzheitliche Weiterbildungsprozesse. Denn Wissen aus Seminaren und Trainings kann mit Hilfe von digitalen Formaten direkt im Arbeitsalltag wiederholt und angewendet werden. Dies wirkt dem Vergessen entgegen und fördert den direkten Lerntransfer in die Berufspraxis – für mehr Ergebniswirksamkeit und businessrelvanten Output. Ein weiterer Vorteil von Format- und Methodenvielfalt: Sie ermöglicht den Lernenden maximale Flexibilität und Individualisierung.

Empfehlungen von Kollegen und Vorgesetzten haben Priorität

Bei wem suchen Mitarbeiter Rat, um eine geeignete Weiterbildung zu finden? Laut Studie hören sich die Befragten in erster Linie intern um: 93 Prozent bei ihren Kollegen und Vorgesetzten. Die Personalentwicklung folgt mit 84 Prozent erst an dritter Stelle. Die Tatsache, dass die Mitarbeiter Empfehlungen aus ihrem unmittelbaren beruflichen Umfeld vorziehen, zeigt: HR ist noch nicht in der Beraterrolle angekommen und verschenkt damit wertvolles Potenzial, um definierte Weiterbildungsthemen und -formate voranzutreiben und so das Know-how des Unternehmens in eine strategisch stimmige Richtung zu lenken.

Fazit: Unternehmensstrategie und Mitarbeiterwünsche in den Mittelpunkt stellen

Um Mitarbeiter stets auf dem aktuellen Wissensstand zu halten, sie besser zu fördern und langfristig zu binden, sollten Unternehmen sie in den Auswahlprozess von Maßnahmen miteinbeziehen. Auch gilt es, den Blickwinkel zu weiten: Coaching ist beispielsweise längst nicht mehr der Management-Ebene vorenthalten, sondern kann auf allen Hierarchiestufen zu strategisch relevanter Entwicklung führen. Ähnliches gilt für die Lernformate: Eine gezielte Kombination aus Digitalem und Analogem hebt Lernen im Unternehmen auf eine neue Ebene. „Wie die Studienergebnisse zeigen, schöpfen Unternehmen das Potenzial ihrer Mitarbeiter noch nicht annähernd aus. Dabei ist in Zeiten von Digitalisierung und Fachkräftemangel kontinuierliche Weiterentwicklung das Mittel der Wahl, um die Mitarbeiter für die Herausforderungen der Zukunft zu befähigen,“ resümiert Dr. Jörg Schmidt, Geschäftsführer der Haufe Akademie.

Studie „Wert der Weiterbildung“

Für die repräsentative Studie „Wert der Weiterbildung“ befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Haufe Akademie bundesweit 1.018 Angestellte. Die Umfrage wurde im August 2018 als Online-Befragung durchgeführt. Die aktuelle Studie stellt eine Weiterentwicklung der ersten Umfrage „Wert der Weiterbildung“ aus dem Jahr 2013 dar.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: „obs/Haufe Akademie“

Mehr lesen
ArbeitsmarktBeruf/KarriereBewerbungJobs

So holen Sie das Meiste aus Ihrer Jobsuche heraus

shutterstock_57058525

Jeder, der den Bewerbungsprozess bereits durchlaufen hat, weiß, wie aufwändig und langwierig sich allein die Jobsuche gestaltet: das Unternehmen muss passen, die Stelle sollte den eigenen Qualifikationen entsprechen, und das Angebot will zuallererst überhaupt gefunden werden. Das A und O für jede Jobsuche ist deswegen Beharrlichkeit: Lassen Sie sich von anfänglichen Misserfolgen nicht verunsichern. Nicht jedes Bewerbungsschreiben verwandelt sich in ein Vorstellungsgespräch, und nicht jedes Gespräch garantiert Ihnen den Traumjob.

Jobbörsen effizient nutzen

Das breite Angebot ist dabei Segen und Fluch zugleich: In dem Dschungel aus Portalen den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für sich. Wo fangen Sie an? Welche Portale eignen sich für welche Branche? Mit Sicherheit kennen Sie die großen Jobportale, die mittlerweile der obligatorische erste Schritt der Suche sind. Eine genauere Recherche lohnt sich jedoch direkt zu Beginn und kann viel Zeit und Nerven sparen: viele Portale (wie zum Beispiel ingenieurweb.de) sind branchenspezifisch und bieten Ihnen dadurch eine größere Auswahl im eigenen Bereich. Dort finden Sie auch schneller Berufe, die sich mit Ihren Fähigkeiten decken und müssen sich nicht durch mehrere Seiten unpassender Angebote klicken.

Karriereportale als Chance

Dass potenzielle Bewerber auch rekrutiert werden, ist an sich nicht neu. Gerade im Bereich Ingenieurwesen ist dies eine gängige Praxis. Um Sie überhaupt in Betracht zu ziehen, muss man Sie jedoch zuerst finden können. Ihren öffentlichen Auftritt zu pflegen, kann sich also lohnen: Aktualisieren Sie Ihr Profil auf Xing, LinkedIn und co. regelmäßig. Achten Sie darauf, relevante Schlagwörter Ihrer Branche in die Informationen über sich selbst einzubinden. Hier können Sie sich von Stellenangeboten inspirieren lassen: Tauchen bestimmte Begriffe immer wieder auf? Fügen Sie diese in Ihr Profil ein. Recruiter suchen über genau diese Schlagwörter nach Kandidaten wie Ihnen.

Jobmatching – hit or miss?

Wollen Sie in diesem Bereich noch aktiver werden, gibt es mittlerweile ein breites Angebot an Jobmatching-Portalen. Unternehmen wie auch Bewerber sind dort aktiv, um zueinander zu finden. Zudem bieten immer mehr Apps eine Art Tinder für die Jobsuche: Sie legen ein Profil an und wischen Unternehmen nach rechts oder links. Interessiert sich das Unternehmen auch für Sie, haben Sie ein „Match“ und können über einen Chat direkt miteinander kommunizieren. Dieses Konzept ist noch relativ neu, weswegen diese Dienste Ihnen natürlich nicht das breite Angebot der etablierten Jobportale bieten können. Trotzdem könnte sich ein Versuch auszahlen, da es so gut wie keinen Arbeitsaufwand gibt: Die Suche der Stellen erübrigt sich von vornherein dadurch, dass die App aktiv geeignete Stellen vorschlägt. Diese müssen Sie nur noch bestätigen oder ablehnen.

Es kann sich also lohnen, Jobmatching-Portale in Ihre Suche einzubeziehen. Natürlich sollten diese jedoch nicht Ihre einzige Anlaufstelle sein, da dieses Konzept noch eher unausgereift ist und von weniger Firmen genutzt wird.

Keine Stellenausschreibung? Kein Problem!

Sie haben bereits ein bestimmtes Unternehmen im Kopf? Dann lohnt sich ein Blick auf die Unternehmenshomepage. Gerade größere Firmen haben häufig eine eigene Seite für Stellenangebote, die Sie in großen Jobportalen vielleicht nicht entdecken würden. Ist auch dort nichts ausgeschrieben, geben Sie nicht gleich auf: Über eine sogenannte Blindbewerbung können Sie mit etwas Glück ausgesprochen erfolgreich sein.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erhob 2017 eine Studie, die ergab, dass nur ungefähr 30% der Stellen im öffentlichen Stellenmarkt zugänglich sind. Der sogenannte verdeckte Stellenmarkt beschreibt die Stellen, die der externe Bewerber niemals zu sehen bekommt. Diese Stellen werden nämlich firmenintern oder über Kontakte vergeben. Dies spart Unternehmen Zeit und Geld: Anzeigen zu schalten ist teuer, die Anzahl der Bewerber ist viel größer und viele davon sind nicht qualifiziert oder ungeeignet.
Sollten Sie sich für ein bestimmtes Unternehmen interessieren, welches keine Mitarbeiter sucht, kann es also durchaus Sinn machen, sich blind zu bewerben und so eine der intern ausgeschriebenen Stellen zu ergattern. Bei einer Blindbewerbung bieten Sie Ihre Fähigkeiten an, ohne auf bestimmte Anforderungen Bezug zu nehmen.

Schöpfen Sie Ihre Möglichkeiten voll aus

Wie Sie sehen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um das Meiste aus Ihrer Jobsuche herauszuholen. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht zu verzetteln. Stecken Sie nicht zu viel Zeit und Energie in einen Aspekt, der vielleicht nicht der erfolgsversprechendste ist. Je breiter Sie sich aufstellen, desto schneller landen Sie einen Treffer und arbeiten schon bald in Ihrem Wunschunternehmen.

Nora Junick…

… hat vor Kurzem erfolgreich Ihren Bachelor in Germanistik abgeschlossen. Momentan absolviert sie ein Praktikum im Bereich Online Content bei richtiggutberwerben.de, einem Startup aus Bewerbungs-Ghostwritern bekannt aus Galileo. Ihre Stärken und Interessen liegen im Bereich Online Marketing und Online Content sowie Kulturmanagement.

Quelle: richtiggutbewerben.de

Bildquelle:
shutterstock_57058525.jpg

Mehr lesen
ArbeitsmarktBeruf/KarriereBewerbungJobsStellenanzeigen

Bewerbungsprozess- wie bereitest du dich am besten vor?

Personal

Alles mit der Ruhe
Bevor du mit dem Bewerbungsprozess startest, solltest du dir darüber im Klaren sein, für welche Unternehmen und besonders für welche Branchen und Stellen du dich interessierst. Du solltest dir für den ganzen Prozess genügend Zeit nehmen. Bevor du eine schlechte Bewerbung verschickst, solltest du dich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Es zählt Qualität vor Quantität, denn eine professionelle Bewerbung kann man sich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Es recht nicht, wenn diese erfolgreich sein soll. Zeit und Konzentration sind das A und O. Wichtig ist es nur, die Frist einzuhalten.

Perfekte Bewerbung als Eintrittskarte
Gehen wir zurück dahin, wo alles beginnt: beim Bewerbungsschreiben. Eine professionelle Bewerbung zu schreiben kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Entweder setzt du dich selber daran oder du suchst dir Hilfe. Was viele nicht wissen: Heutzutage kann man sich die Bewerbung nämlich ganz einfach schreiben lassen. Die Bewerbungs-Ghostwriter, die unter anderem bei Galileo zu sehen waren, bieten genau diesen Service an. Mit dieser Unterstützung bekommst du eine perfekte Bewerbung, die du rausschicken kannst!

Recherche
Du wurdest zu einem Gespräch eingeladen? Glückwunsch! Das heißt, du hast überzeugt und das Unternehmen interessiert sich für dich. Jetzt heißt es auch persönlich zu überzeugen. Dazu gehört eine gründliche Recherche über deinen potentiellen Arbeitgeber. Informiere dich über die Werte, die Philosophie des Unternehmens und deren „News“, die es momentan im Internet zu finden gibt. Durch dieses Wissen wird das Bewerbungsgespräch aktiver und umfangreicher und der Personaler findet mehr Gefallen daran, mit einem Bewerber eine Konversation zu führen, der sich umfassend mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat.

Die Person hinter dem Bewerbungsschreiben
Du musst dich nicht verstellen, denn prinzipiell geht es in einem Vorstellungsgespräch darum, dich und deine Beweggründe kennenzulernen. Daher beginnen die meisten Gespräche mit dem altbekannten Satz: „Erzählen Sie doch mal was von sich!“. Personaler greifen gerne auf diese Frage zurück, damit das Gespräch ins Rollen kommt und die Situation aufgelockert wird. Da diese Frage in jedem Fall gestellt wird, kann man sich bestens darauf vorbereiten. Hierbei stehen die beruflichen Erfahrungen im Vordergrund und nicht die privaten Interessen. Falls man sich unsicher ist, ist es immer besser einfach nachzuhaken.

Warum wollen Sie zu uns?
Diese Frage ist wohl Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite könnte man alle Vorlieben und Interessen mit dem Unternehmen verknüpfen. Warum genau dieses Unternehmen? Weshalb die gesuchte Stelle? Auf der anderen Seite kann diese Frage zur Falle werden, wenn man das Vorstellungsgespräch sowie das Unternehmen nicht ernst genug nimmt. Allerdings solltest du mit so einer Einstellung das Gespräch gar nicht erst antreten. Daher sollte man sich im Vorfeld gründlich genug über den zukünftigen Arbeitgeber informieren, um diese Frage auch zufriedenstellend beantworten zu können.

Haben Sie noch Fragen?
Deine Chance zu glänzen. Hier mit einem Nein zu antworten wäre ein Eigentor. Selbstverständlich hast du welche. Du solltest dich darauf vorbereiten sowohl inhaltliche als auch organisatorische Fragen parat zu haben. Anderenfalls wirkst du desinteressiert und das wirft ein schlechtes Licht auf dich. Die Auswahl deiner Fragen ist entscheidend: Nach Urlaubstagen und Feierabend solltest du nicht unbedingt in einem Vorstellungsgespräch fragen. Stattdessen kommen Fragen bzgl. Strukturen in der Abteilung und genaue Tätigkeiten sowie der weitere Verlauf des Prozesses besser an.

Fazit
Nutze deine freie Zeit, vor allem für deine Bewerbungsunterlagen. Das Bewerbungsschreiben ist zwar nur der Anfang, allerdings könnte es der Anfang von was Großem werden. Nimm die Vorbereitungen sowie das Vorstellungsgespräch sehr ernst und dann klappt das auch mit deinem Traumjob.

Lilos Suleiman…
… studiert Germanistik im Master und absolviert momentan ein Praktikum im PR- und Online-Marketing-Bereich bei dem Startup richtiggutbewerben.de. Einem Startup aus Bewerbungs-Ghostwritern bekannt aus Galileo. Ihre Stärken und Interessen liegen im Bereich Online Marketing und Online Content sowie Kulturmanagement.

Quelle: richtiggutbewerben.de

Bildquelle: Personal-©-DOC-RABE-Media-41498676.jpg

 

Mehr lesen
AllgemeinArbeitsmarktBeruf/KarriereBewerbungJobsStellenanzeigenWirtschaft

Nach dem Jobwechsel ist vor dem Jobwechsel Aktueller Blue-Collar-Kompass: Nichtakademiker bleiben auch nach dem ersten Tag bei einem neuen Arbeitgeber offen für Jobangebote

shutterstock_557849188

Berlin (ots)

Fast zwei Drittel (63%) der nichtakademischen Arbeitnehmer in Deutschland sind auch dann für einen anderen Job offen, wenn sie gerade einen neuen begonnen haben. Das ist ein Ergebnis des aktuellen „Blue-Collar-Kompass“, für den mobileJob.com quartalsweise mehr als 1.000 Bewerber ohne akademische Ausbildung zu ihrem Arbeitsleben befragt. Demnach sagen 56% der Befragten, dass sie auch nach dem ersten Tag bei einem neuen Arbeitgeber die Augen und Ohren für einen neuen Job offenhalten und gesprächsbereit sind, wenn sie von Unternehmen angesprochen werden. Weitere 7% bleiben sogar aktiv auf Jobsuche und selektieren selbständig den Jobmarkt. Nur 37% beenden ihre Jobsuche, wenn sie bei einem neuen Unternehmen starten.

Befristung und Gehaltsinfos – was in Stellenanzeigen wichtig ist

Wenn es um die Auswahl eines neuen Jobs und Arbeitgebers geht, haben Nichtakademiker klare Vorstellungen: So suchen zum Beispiel 70% von ihnen in Stellenanzeigen vor allem nach Informationen zur Befristung einer offenen Stelle. „Nichtakademikern ist vor allem Jobsicherheit wichtig, wenn sie den Arbeitgeber wechseln. Daher sind sie primär auf der Suche nach Stellen, die entweder unbefristet sind oder aber eine lange Verweildauer im Unternehmen garantieren. Die oft diskutierte Work-Life-Balance, die bei Akademikern so hoch im Kurs steht, ist Nichtakademikern hingegen ziemlich egal“, erklärt mobileJob.com-Geschäftsführer Steffen Manes.

Zudem wertvolle Angaben aus Sicht der Kandidaten in Stellenanzeigen: Gehaltsinformationen, die 57% der Befragten sehr wichtig sind, Auskünfte zur Arbeitszeit (für 53% sehr wichtig) sowie eine Aufzählung der Zusatzleistungen (für 32% sehr wichtig). Dazu passt: Satte 93% der Bewerber lesen sich vor allem den sogenannten „Wir bieten“-Abschnitt in Stellenanzeigen durch, in dem Unternehmen ihre Arbeitgeberleistungen anpreisen und Kandidaten so von ihren Vorzügen überzeugen. „Umso verwunderlicher ist es, dass noch immer zahlreiche Arbeitgeber Stellenanzeigen verfassen, ohne ihre Leistungen als Arbeitgeber zu kommunizieren. Das passt natürlich gar nicht zur aktuellen Lage auf dem Blue-Collar-Arbeitsmarkt, auf dem passende Kandidaten händeringend gesucht werden. Viel zu oft registrieren wir auf unserer Plattform noch Stellenanzeigen, in denen das Anforderungsprofil länger ist als die Liste der Arbeitgeberleistungen. Das ist bei Mangelberufen wie Pflege- oder Logistik-Fachkräften geradezu fahrlässig. Deshalb raten wir immer dazu, die eigenen Vorzüge in den Fokus eines Stellenangebots zu stellen,“, so Steffen Manes.

Digitale Stellenanzeigen – unnötiger Schnick-Schnack oder überzeugendes Tool?

Was innovative, digitale Neuerungen in Stellenanzeigen betrifft, sind nichtakademische Kandidaten eher konservativ. Die Integration von Arbeitgebervideos in Online-Stellenanzeigen halten etwa 55% der Befragten für unnötig. Noch größer ist die Skepsis bei der Integration von VR-Technologie. Die virtuelle Besichtigung eines neuen Arbeitsplatzes mit VR-Brille halten mehr als drei Viertel (76%) für Schnick-Schnack. Auch die Integration von QR-Codes findet kaum Akzeptanz. 68% halten sie für überflüssig. Eher gut finden Kandidaten die Integration von 3D-Bildern, zum Beispiel der Arbeitsstätte. Das würden 55% bevorzugen. Ähnlich akzeptiert: die Einbindung von Links zu Video-Interviews, die immerhin 47% der befragten Nichtakademiker begrüßen.

Über die Studie

Für den Blue-Collar-Kompass 04/2018 befragte das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag von mobileJob.com 1.012 Arbeitnehmer mit nichtakademischen Hintergrund, die dem Blue-Collar-Arbeitsmarkt zuzuordnen sind und sich in den letzten drei Jahren mindestens einmal in einem Bewerbungsverfahren befanden. Befragungszeitraum war Dezember 2018. Ziel des Blue-Collar-Kompass ist es, einen analytischen Blick auf die Karriereperspektiven von Nichtakademikern zu werfen. Er erscheint quartalsweise.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: shutterstock_557849188

Mehr lesen
Beruf/KarriereJobs

Studie „Jobwechsel 2019“: Gut jeder zweite Deutsche zeigt sich offen für einen neuen Arbeitgeber

shutterstock_433809175

Berlin (ots) – 54 Prozent der Deutschen sind offen für einen Jobwechsel oder befinden sich bereits kurz davor. In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen können sich sogar 74 Prozent vorstellen, in diesem Jahr den Arbeitsplatz zu wechseln. Mit 63 Prozent sind auch akademisch gebildete Arbeitnehmer überdurchschnittlich wechselwillig. Das sind Ergebnisse der Studie „Jobwechsel 2019“, für die im Auftrag von JobUFO, dem Anbieter mobiler Bewerbungsprozesse, mehr als 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland befragt wurden.

„Der Kampf um die besten Talente wird dieses Jahr nochmal an Schärfe zulegen“, sagt Thomas Paucker, Geschäftsführer von JobUFO. „Denn vor allen Dingen die jungen und gut ausgebildeten Arbeitnehmer sind nicht mehr so loyal zu ihrem Arbeitgeber und kennen gleichzeitig ihren Marktwert sehr genau.“

Unternehmen, die in diesem Rennen die Nase vorn haben wollen, dürfen sich daher keine Fehler erlauben. „Wie unsere Studie belegt, haben die Arbeitnehmer bereits an den Bewerbungsprozess sehr konkrete Erwartungen“, so Personalexperte Paucker. „Zwei Drittel der Befragten sind der Überzeugung, dass man schon am Bewerbungsverfahren erkennt, ob ein Unternehmen modern und gut geführt wird.“

So kritisieren beispielsweise 61 Prozent der Jüngeren, dass Bewerbungsprozesse meist starr und wenig individuell gestaltet sind. Und nur knapp jeder Zweite von ihnen findet, dass Bewerbungsverfahren in der Regel schnell und transparent ablaufen. Die Folgen solcher Fehler und Nachlässigkeiten sind gravierend: Jeder dritte 18- bis 34-Jährige hat schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen, weil er ihm schlichtweg zu umständlich war.

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man engagierte Mitarbeiter nur gewinnen kann, wenn man sich als Unternehmen an den Bedürfnissen des Bewerbers orientiert“, erklärt JobUFO-Geschäftsführer Paucker. „Dazu zählen neben guter Organisation des Bewerbungsprozesses auch ein authentischer sowie empathischer Auftritt des Unternehmens. Der Bewerber ist in Zeiten der Vollbeschäftigung kein Bittsteller mehr“, so Paucker.

Über JobUFO – www.jobufo.com

JobUFO vereinfacht den Bewerbungsprozess und optimiert die Kommunikation zwischen Bewerber und Arbeitgeber. Durch den Einsatz modernster Technologien ermöglicht JobUFO seinen Nutzern eine personalisierte Videobewerbung auf mehr als 70.000 Jobs namhafter Arbeitgeber wie der Deutschen Bahn, Lufthansa, Evonik oder EDEKA. Alleine im Jahr 2018 konnten so 60.000 hochwertige Video-Bewerbungen generiert werden, die ganz ohne Anschreiben auskommen.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: shutterstock_433809175.jpg

Mehr lesen