close

Technik

AllgemeinSonstigesTechnikTechnologie

Vakuumtechnik in der Industrie –
Einsatzmöglichkeiten und Funktionsweise

no thumb

Spricht man von Vakuumtechnik in der Industrie, so unterscheidet man höchst unterschiedliche Einsatzgebiete und Anwendungen. Sie ist eine wichtige und aus der Automation und Handhabungstechnik nicht wegzudenkende Technologie. Das Spektrum der Möglichkeiten ist breit gefächert und betrifft eine Vielzahl von Branchen von der Metallindustrie über die Automobilbranche bis zur Medizintechnik.

Die folgenden drei Anwendungsbeispiele veranschaulichen in etwa die Vielfalt der Vakuumtechnik:

Mithilfe von Vakuumsauggreifern können leichte, empfindliche Gegenstände innerhalb einer Automationskette sicher und gegebenenfalls berührungslos angehoben und transportiert werden.

Vakuumheber halten oder befördern sicher große, flächige Werkstücke, wie Holz- oder Spanplatten.

Schüttgüter, wie Sand, Stäube oder schüttbare Lebensmittel wie Mehl oder Zucker gelangen mittels Unterdruck aus dem LKW in die Lagerbehälter der Produktion oder von einer Produktionsstation zur nächsten. Man spricht hierbei von einem Unterdruck-Transportsystem.

Die Diversität der Beispiele belegt die große Palette der Einsatzmöglichkeiten, die diese Technologie bietet. Sie umfasst Handhabung von leichten bis schweren Werkstücken oder Komponenten bis zur Beförderung von Schüttgütern. Unterschiedlichste Prozessschritte wie Anheben, Fördern, Wenden, Greifen, Spanen, Halten, Einlegen, Bewegen, Umsetzen, Transportieren, Beschicken werden mit Vakuumtechnologie realisiert. Sauggreifer, Saugheber, Vakuum- und Balgsauger, Saugpinzetten oder berührungslose Transportsysteme in vielen Größen und Formen führen diese Schritte anwendungsbezogen aus. Auch Applikationen zum Ansaugen von flüssigen Materialien, wie in einem weiter unten aufgeführten Beispiel aus der Stahlindustrie, gehören dazu.

Vakuumbereiche – vom Unterdruck zum Ultrahochvakuum

Wie wird dieses für die Industrie so wichtige Vakuum erzeugt? Um diese Frage zu beantworten muss zunächst bestimmt werden, welcher Vakuumbereich für eine Applikation benötigt wird und um welchen technischen (Teil-)schritt es geht. Man unterscheidet folgende Messbereiche: Atmosphäre (1000 mbar=1 bar abs.), Unterdruck ( 1000 – 300 mbar abs.), Grobvakuum (1000 – 1 mbar abs.), Feinvakuum (1 – 10-3 mbar abs.), Hochvakuum (10-3 – 10-7 mbar abs.) sowie Ultrahochvakuum ( <10 -7 mbar abs.). In der Wissenschaft geht man von der absoluten Schreibweise aus, die den Umgebungsdruck mit einbezieht.
Dieser liegt je nach Höhenlage der Umgebung bei etwa 1 bar. Vakuum kann darüber hinaus auch als relativer Wert angegeben werden, wobei man von einem Luftdruck von 0 bar ausgeht. Die Relativwerte für Vakuum gehen daher in den negativen Bereich und haben negative Vorzeichen. 300 mbar abs. entspricht beispielsweise dem relativen Wert -700 mbar.

Zwei Prinzipien – ein Begriff: Vakuumerzeuger – Ejektoren und kinetische Vakuumpumpen

Technisch gesehen gibt es für das Erzeugen von Vakuum verschiedene Prinzipien. Hinter dem Begriff Vakuumerzeuger verbergen sich nämlich zwei höchst unterschiedliche Produkte. Diese stellen das Vakuum im ersten Fall pneumatisch, im zweiten Fall elektrisch, mithilfe von Bewegungsenergie bereit. Die rein pneumatisch betriebenen Vakuumerzeuger nennt man in der Fachwelt Ejektoren. Ejektoren sind klein, kompakt und leicht und werden meist direkt in ein Druckluftsystem mit einem beständigen Betriebsdruck integriert. Sie funktionieren nach dem Venturi-Prinzip. Dabei wird Druckluft in den Ejektor eingeleitet. Durch die darin befindliche, sich verengende Düse wird der Luftstom zugleich beschleunigt und komprimiert. Nach Verlassen der Düse entspannt sich der Luftstrom und es entsteht ein hoher Unterdruck, der bewirkt, dass Luft von außen durch den im Ejektor vorhandenen Vakuumanschluss angesaugt wird. Ejektoren können mithilfe von vorgeschalteten oder integrierten Ventilen innerhalb kürzester Zeit den Luftstrom des Systems umschalten, regeln und Vakuum generieren. Sie realisieren so kurze, präzise getaktete Arbeitszyklen. Diese Art der Vakuumerzeugung generiert hohes Vakuum (Hochvakuum oder Ultrahochvakuum) bei relativ geringem Volumentstrom. Sie wird da eingesetzt, wo es um das Handling von leichten bis mittelschweren Komponenten geht. Typische Anwendungsmöglichkeiten sind Industrieroboter-Applikationen oder Automationsketten in denen Werkstücke mittels Vakuumgreifern transportiert, gedreht, angehoben oder gehalten werden.

Das zweite Prinzip ist die Vakuumerzeugung durch Maschinen, wie Vakuumpumpen, Vakuum-Gebläse und Verdränger-Vakuumpumpen. Hier hat man es mit anderen Dimensionen zu tun, denn diese Maschinen sind von weitaus größerer Bauart als Ejektoren. Das technische Prinzip dahinter ist etwas komplizierter als das der Ejektoren. Vakuum-Gebläse oder Vakuum-Verdichter sind nicht in ein geschlossenes Druckluftsystem integriert. Sie sind vielmehr selbst der Ursprung des Vakuums, denn sie generieren das benötigte Vakuum durch kinetische Energie. In den meisten Fällen wird diese Bewegungsenergie im Vakuumgebläse durch Drehkolben erzeugt. Für den Antrieb der Drehkolben wiederum ist elektrische Energie notwendig. Die Luft oder auch Gase werden mithilfe von mechanischen Einwirkungen (= Drehkolben) in einem Rohrsysystem in die Förderrichtung gezwungen. Dabei entsteht ein verhältnismäßig geringes Vakuum jedoch ein hohes Saugvolumen. Bei einer Verdränger-Vakuumpumpe wird alternativ das einströmende Medium (Luft oder Gas) abgesperrt, somit verdichtet und anschließend ausgestoßen. Die Vakuumbereiche, die hier erzielt werden können, variieren zwischen Unterdruck und maximal Hochvakuum (dieses wird meist Verbindung mit vorgeschalteten Pumpen erreicht).

Anwendungsbereiche von Vakuum-Drehkolbengebläsen

Der hohe Volumenstrom, der generiert wird, eignet sich für vielfältige Industrieanwendungen, allerdings ganz andere als der sehr kleine der Ejektoren. Sie sind durchweg robusterer Art. Ein hoher Volumenstrom mit leichtem Unterdruck kann beispielsweise ideal für Absaugsysteme schädlicher Gase oder Stäube in der Produktion, Werkstätten, Kohlekraftwerken, der chemischen Industrie und überall dort, wo verunreinigte Luft abgesaugt werden muss, eingesetzt werden.

Vakuumgebläse haben jedoch noch viel mehr zu bieten: In der Stahlindustrie helfen sie bei der Veredelung von Stahl durch Stahlentgasung. Hierbei wird im sogenannten Vakuum-Umlaufverfahren eine Teilmenge des flüssigen Stahls per Unterdruck in ein Gefäß gesaugt. Man spricht hier von Größenordnungen von 10.000 bis 97.000 Kubikmetern pro Stunde. Der eingesaugten Schmelze wird durch das Einblasen von Argon der Kohlenstoff entzogen, das heißt, sie wird entkohlt und entgast. Im Anschluss fließt sie zurück in die Schmelzpfanne. In einem anderen Verfahren, dem sogenannten VODVerfahren (=Vacuum Oxygen Decarburisation) werden durch zusätzlich eingeblasenen Sauerstoff der Schmelze weitere Kohlenstoffe entzogen und der Stahl damit noch weiter veredelt.

Vakuum-Drehkolbengebläse sind des Weiteren ideal geeignet für den Unterdruck-Transport, der zum Bereich der pneumatischen Förderung gehört. Nicht nur Stäube und leichte Schüttgüter (s.o.) können durch die Erzeugung eines Unterdrucks mit einem hohen Volumenstrom transportiert werden, auch kleinere Metallteile, zum Beispiel Stanzabfälle die bei der Produktion im Walzwerk anfallen, können mittels Vakuum abgesaugt und über Rohrleitungen in den Schmelzprozess zurückgeführt werden.

Mehr lesen
TechnikTechnologieWirtschaft

Begeisterung für autonomes Fahren wächst trotz Sicherheitsbedenken

Begeisterung für autonomes Fahren wächst

Berlin (ots)

- Jeder zweite Verbraucher möchte in den nächsten fünf Jahren in       ein selbstfahrendes Auto einsteigen    
- Erwartungen der Verbraucher schaffen umfassende Geschäftsmöglichkeiten für Automobilbranche, um ein Ökosystem mit neuen Dienstleistungen und Partnern aufzubauen
- Investitionen in neue Angebote, Software und Kundenkommunikation notwendig

Die Akzeptanz und Begeisterung für das autonome Fahren steigt. Der Anteil der Verbraucher, der sich in selbstfahrenden Autos fortbewegen möchte, wird sich in den nächsten fünf Jahren von 25 auf 52 Prozent verdoppeln. Bis 2029 ziehen sogar 62 Prozent der befragten Verbraucher ein selbstfahrendes Auto einem traditionellen Fahrzeug vor. Selbst in Deutschland, wo momentan nur 17 Prozent der Befragten in ein autonomes Fahrzeug einsteigen würden, liegt der Anteil in zehn Jahren bei 61 Prozent. In China sind es bis 2029 sogar 72 Prozent. Neben den chinesischen Verbrauchern sind Stadtbewohner und Millennials dem autonomen Fahren gegenüber besonders aufgeschlossen. Dies geht aus der aktuellen Studie des Capgemini Research Institute „The Autonomous Car. A Consumer Perspective“ hervor, für die Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, den USA und China befragt wurden.

59 Prozent aller weltweit und 65 Prozent der in Deutschland befragten Verbraucher blicken mit Vorfreude auf das Thema autonomes Fahren. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) ist außerdem bereit, bis zu 20 Prozent mehr für ein autonomes Fahrzeug zu bezahlen als für ein Standardmodell. In Deutschland sind es sogar 61 Prozent. Die Befragten erwarten durch das autonome Fahren zudem positive Effekte bei der Kraftstoffeffizienz (73 Prozent), geringere CO2-Emissionen (71 Prozent) und Zeitersparnis (50 Prozent).

Autonome Fahrzeuge sind mehr als nur ein Fortbewegungsmittel

Die Studie macht deutlich, dass sich die Art und Weise wie Mobilität wahrgenommen wird, gerade entscheidend wandelt. Die Verbraucher glauben, dass autonome Fahrzeuge im täglichen Leben zukünftig eine größere Rolle spielen, die über das eigentliche Fahren hinaus gehen wird. Autonomen Fahrzeugen wird eine gewisse Eigenständigkeit zugestanden: Fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten wäre damit einverstanden, dass selbstfahrende Autos für sie Besorgungen machen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) würde darauf vertrauen, dass ein autonomes Fahrzeug Freunde und Familienmitglieder, die selbst nicht fahren, absetzt oder abholt. Jeder Zweite (50 Prozent) erwartet zudem, mithilfe von selbstfahrenden Autos Zeit zu sparen, um anderen Aktivitäten nachzugehen – wie z.B. Kontakte knüpfen, Unterhaltungsangebote wahrnehmen, Arbeiten oder einfach nur die Reise genießen.

Sicherheitsbedenken bremsen die Begeisterung

Trotz der überwiegend positiven Resonanz auf das autonome Fahren äußern viele Verbraucher noch Bedenken, insbesondere wenn es um die Sicherheit des Fahrzeuges (73 Prozent) und die Sicherheit des Systems (72 Prozent) geht. Eine wesentliche Hürde sehen 71 Prozent zudem darin, dass autonome Fahrzeuge bei plötzlich auftretenden Zwischenfällen falsch reagieren könnten.

„Auch wenn das autonome Fahren bei den Verbrauchern mehrheitlich positive Emotionen hervorruft, besteht dennoch auch ein gewisses Maß an Unsicherheit und Besorgnis. Automobilunternehmen müssen die Erwartungen und Ängste ihrer zukünftigen Kunden berücksichtigen, wenn sie autonome Fahrzeuge auf den Markt bringen. Statt einer starken Produktorientierung sollten sie verstärkt Services und die Bedürfnisse der Kunden in den Vordergrund stellen“, sagt Dr. Rainer Mehl, weltweiter Leiter des Automotive und Mobility-Geschäfts von Capgemini Invent.

Die Capgemini-Studie gibt Automobilunternehmen vier konkrete Handlungsempfehlungen, die sie dabei unterstützen, den Weg in eine autonome Zukunft zu beschleunigen:

   - Die Kunden auf dem Laufenden halten: Aus Sicht des Verbrauchers entwickelt sich das Auto von einem reinen Transportmittel zu einem persönlichen Assistenten. Durch diese Verschiebung fällt Automobilunternehmen eine enorme Verantwortung zu: Sie müssen offen damit umgehen, welche neuen Möglichkeiten mit autonomen Fahrzeugen einher gehen und falsche oder irreführende       Darstellungen vermeiden. 
   - Erwartungen verstehen und steuern: Die Studie zeigt, dass die 
     Verbraucher eine sehr klare Vorstellung davon haben, was sie von
     einem selbstfahrenden Auto erwarten. Automobilunternehmen 
     sollten ihre - teilweise hohen - Erwartungen verstehen und diese
     so weit wie möglich auch in den Designprozess einbringen. Der 
     Studie zufolge würden 56 Prozent der Verbraucher ihre Zeit im 
     Auto mit verschiedenen Unterhaltungsaktivitäten verbringen. 
     Solche Erwartungen müssen beim Design von selbstfahrenden Autos 
     berücksichtigt werden. Gleichzeitig gilt es, in die Sicherheit 
     der Fahrzeuge zu investieren und dies auch klar zu 
     kommunizieren. 
   - Ein Ökosystem von Dienstleistungen aufbauen: 
     Automobilunternehmen müssen ihr Angebot an Services und 
     Produkten im selbstfahrenden Auto erweitern, denn die 
     Verbraucher erwarten ein breites Spektrum an Erfahrungen im 
     Fahrzeug. Diese reichen von der Unterhaltung über das Arbeiten 
     bis hin zu Fitness Exercises. Um diese Angebote zukünftig zur 
     Verfügung zu stellen und in neue Geschäftsmöglichkeiten 
     umzuwandeln, müssen die Unternehmen mit einer Reihe neuer 
     Technologie-, Content- und Handelsakteure zusammenarbeiten, um 
     ein umfassendes Ökosystem von Dienstleistungen zu schaffen. 
   - In Software investieren und Kompetenzen aufbauen: Als       industriell geprägte Branche, die sich stark verändert, müssen       Unternehmen der Automobilbranche das autonome Fahren über alle       Unternehmensbereiche hinweg in ihre Gesamtstrategie einbetten       und nicht nur als ein weiteres Innovationsprojekt betrachten.       Dies kann nur erreicht werden, wenn sie umfassende       Softwarekompetenzen aufbauen und ihre digitalen Fähigkeiten       weiterentwickeln. Neben der Qualifizierung der eigenen       Mitarbeiter umfasst dies auch die Entwicklung neuer       Partnerschaften, damit technologische Kompetenzen und die       Beherrschung von digitalen Tools über verschiedene       Geschäftsfunktionen hinweg sichergestellt sind. 

„Unsere Studie zeigt, dass bei den Verbrauchern ein hohes Maß an Optimismus und Begeisterung für das autonome Fahren vorhanden ist. Da zuletzt häufig die technischen Entwicklungen im Vordergrund standen, ist es sehr ermutigend, dass die zukünftigen Passagiere vor allem auch die positiven Aspekte der neuen Technologie sehen. Die Erwartungen der Verbraucher an das autonome Fahrerlebnis werden sich nicht nur auf die Automobilindustrie auswirken, sondern auch auf die Medien- und Unterhaltungsindustrie, den Einzelhandel und das Gesundheitswesen. Dies wird den Weg für Partnerschaften und eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten ebnen“, fasst Rainer Mehl abschließend zusammen.

Zur Methodik

Das Capgemini Research Institute hat für die Studie im Dezember 2018 5.538 Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, den USA und China befragt. Ergänzend wurden Befragungen mit 280 Führungskräften von OEMs, Zulieferern und Technologieunternehmen und vertiefende Interviews mit Branchenführern durchgeführt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter http://ots.de/14o4Nh

Über Capgemini

Capgemini ist einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services und Digitaler Transformation. Als ein Wegbereiter für Innovation unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um Cloud, Digital und Plattformen. Auf dem Fundament von 50 Jahren Erfahrung und umfangreichem branchenspezifischen Know-how hilft Capgemini seinen Kunden, ihre Geschäftsziele zu erreichen. Hierfür steht ein komplettes Leistungsspektrum von der Strategieentwicklung bis zum Geschäftsbetrieb zur Verfügung. Capgemini ist überzeugt davon, dass der geschäftliche Wert von Technologie durch Menschen entsteht. Die Gruppe ist ein multikulturelles Unternehmen mit über 200.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern, das 2018 einen Umsatz von 13,2 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

Mehr unter www.capgemini.com/de. People matter, results count.

Über das Capgemini Research Institute

Das Capgemini Research Institute ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten über den Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in Großbritannien, Indien und den USA. Mehr unter www.capgemini.com/de-de/capgemini-research-institute

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: „obs/Capgemini“

Mehr lesen
AllgemeinBeruf/KarriereTechnikWirtschaft

CityLoop startet Erprobungsbetrieb auf ersten Routen Geschäftsreise-Startup mit innovativem Limousinen-Fahrservice auf Ridesharing-Basis für die Mittelstrecke testet mit ausgewählten Kunden

no thumb


Walldorf (ots)

Nach dem vielbeachteten Launch-Event auf der ITB-Messe in Berlin, startet das Geschäftsreise-Startup um den Unternehmer Jörg Mayer planmäßig den Erprobungsbetrieb des ersten Ride-Sharing-Service für Geschäftsreisende auf der Straße. Mit ausgewählten Kunden werden ab sofort die ersten Routen befahren, zum Beispiel auf der Strecke zwischen dem SAP-Campus in Walldorf und dem Frankfurter Flughafen. Der innovative, auf Mittelstrecken fokussierte, Business-Fahrservice folgt dem Prinzip des Linienverkehrs und vermittelt als Reisebüro preisgünstig Sitzplätze in Oberklasse-Limousinen. Die Loop genannten kreisförmigen Strecken verbinden Hotspots wie Flughäfen und Großunternehmen und werden von ausgewählten, erfahrenen Chauffeurservice-Unternehmen vielfach am Tag zu festen Zeiten abgefahren.

„Das Feedback auf unsere Konzeptvorstellung während der ITB war hervorragend!“ kommentiert Gründer und CEO Jörg Mayer: „CityLoop ist als Reisebüro angetreten, die unterschiedlichen Verkehrsmittel zu verzahnen und mit einem pünktlichen sowie verlässlichen Fahrservice auf der Mittelstrecke für ein völlig neues Geschäftsreise-Erlebnis zu sorgen. In zahlreichen Gesprächen mit Geschäftsreise-Verantwortlichen namhafter Unternehmen haben wir wertvolle Impulse und Bestätigung bekommen. Uns ist es nun wichtig, im Erprobungsbetrieb auf den ersten Loops das Servicekonzept auszutesten und konsequent zu optimieren.“

Dabei werden bis zu drei Reisende gleichzeitig sicher und komfortabel transportiert. Die Fahrgäste können auf den Loops an zahlreichen Stopzones, wie Hotels, Cafes, Unternehmen oder Parkplätzen, zu- und aussteigen. An Bord der Limousinen arbeiten Geschäftsreisende wie im eigenen Büro oder genießen entspannte Pausen.

Das Ride-Sharing-Modell von CityLoop, mit Ticketpreisen ab 79.- Euro je 100 Kilometer, ist nicht nur effizient und äußerst wirtschaftlich, sondern sorgt gleichzeitig auch für weniger Individualverkehr und Umweltbelastung.

„Die Sensibilisierung der Unternehmen für ein optimales Geschäftsreiseerlebnis ihrer Mitarbeiter, aber auch für einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt, ist deutlich spürbar!“ ergänzt Oliver Schwartz, Leiter der Unternehmenskommunikation bei CityLoop: „Und immer mehr Geschäftsreisende wünschen sich flexiblere Unternehmensregeln für Geschäftsreisen, die weniger auf den günstigsten Ticket- oder Übernachtungspreis abheben, sondern in einer Gesamtkostenbetrachtung auch die Produktivität der Mitarbeiter mit berücksichtigen. Denn Reisezeit ist Arbeitszeit und sollte daher optimal genutzt werden!“

Quelle: presseportal.de


Mehr lesen
AllgemeinTechnikTechnologieWirtschaft

e-Mobility: sechs von 12 Wallboxen empfehlenswert ADAC Test zeigt: Billigprodukte können gefährlich sein

e-Mobility: sechs von 12 Wallboxen empfehlenswert

München (ots) – Wer sich ein Elektroauto zulegt, braucht eine Ladestation für zu Hause – eine sogenannte Wallbox. Der ADAC hat zwölf Modelle – mit Ladeleistungen von 3,7 kW bis 22 kW – einem Systemvergleich unterzogen.

Das Testergebnis zeigt große Unterschiede. Sechs Boxen erhielten die Note „sehr gut“ oder „gut“ und sind damit empfehlenswert. Drei Boxen (mit „ausreichend“ bewertet) hatten so große Schwächen, dass sie als nicht empfehlenswert eingestuft wurden. Und drei Geräte fielen aufgrund eklatanter Sicherheitsmängel im Test durch.

Am besten abgeschnitten haben die 11-kW-Wallbox des deutschen Herstellers ABL (Note 1,0) und die 4,6-kW-Box des Herstellers Keba (Note 1,3). Mit 865 Euro beziehungsweise 762 Euro liegen sie preislich im Mittelfeld. Ebenfalls ein „sehr gut“ (Note 1,4) bekam die 22-kW-Box von Mennekes – diese ist mit 1903 Euro allerdings doppelt so teuer.

Der ADAC warnt vor den beiden im Internet erhältlichen Billiggeräten von Annies-Carparts und Franz Röcker (Note jeweils 5,5). Die Ladeboxen schalten bei einer Fehlermeldung den Strom nicht ab. Dies ist extrem gefährlich und kann zu einem Brand oder zu Personenschäden führen.

Wichtig: Die Installation einer Wallbox muss eine Elektrofachkraft übernehmen. Hilfreich ist ein fest an der Box angebrachtes Ladekabel. Auf nicht benötigte Ausstattungen sollte man verzichten. Diese können die Bedienung erschweren sowie zu Fehlern und Ausfällen führen. Um hohe Zusatzkosten zu vermeiden, ist ein integrierter Schutz gegen Gleichfehlerströme wichtig. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass zusätzlich zu den Kosten einer Wallbox auch Anschlusskosten entstehen.

Untersucht wurden die Zuverlässigkeit beim Laden, die Einfachheit der Bedienung sowie die Sicherheit. Das Gesamturteil konnte dabei nicht besser sein als die Note der Sicherheit. Die kompletten Testergebnisse finden sich unter www.bit.ly/adac_wallboxen.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: „obs/ADAC e.V.“

Mehr lesen
Beruf/KarriereStudiumTechnik

„Hebel zur Weiterentwicklung“: Ein ingenieurwissenschaftfliches Fernstudium kann Karrieren beschleunigen

shutterstock_364435274

Hamburg (ots) – An der HFH starten zum 1. Oktober 2018 die Bachelorstudiengänge Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. Am 1. Januar 2019 folgen dann die Masterstudiengänge.

„Das Bachelorstudium war für mich der Hebel zur Weiterentwicklung und das Mittel, um beruflich aufzusteigen.“ Anika Koch arbeitet als kaufmännische Projektmanagerin bei der DB Netz AG und ist die tausendste Bachelorabsolventin (http://bit.ly/tausendste_absolventin_hfh_wirtschaftsingenieurwesen) im Fernstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen der HFH · Hamburger Fern-Hochschule. „Ohne diesen Abschluss hätte ich meine aktuelle Stelle nie bekommen“, ist sich die 37-Jährige sicher. Und weil die Hamburgerin, die nebenbei ein Online-Fachgeschäft für Motorrad-Rennstreckenbedarf betreibt, sich beruflich wieder mehr dem technischen Bereich zuwenden möchte, hat sie nach ihrem Bachelor direkt den Master in Angriff genommen. Als Berufstätige hat sie sich bewusst wieder für ein Fernstudium entschieden – nun im Masterstudiengang Maschinenbau (http://bit.ly/HFH_Master_Maschinenbau), den die HFH in Kooperation mit dem Heilbronner Institut für Lebenslanges Lernen anbietet.

Ingenieurwissenschaften zählen zu den beliebtesten und stark nachgefragten Studienfächern. Laut Statistischem Bundesamt fiel jeder vierte Abschluss im Prüfungsjahr 2017 auf ein ingenieurwissenschaftliches Fach. Die Gründe für das Interesse sind naheliegend: Berufe in diesem Feld versprechen abwechslungsreiche Tätigkeiten, die Beschäftigung mit hochaktuellen Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie nicht zuletzt hervorragende Beschäftigungschancen. Neben einem Präsenzstudium an einer Uni oder FH lassen sich Ingenieurwissenschaften auch im Fernstudium studieren. Das ist durch die organisatorische Flexibilität besonders für Berufstätige wie Anika Koch interessant, die in diesem Bereich ein- oder weiter aufsteigen wollen. An der Hamburger Fern-Hochschule bieten die Bachelorstudiengänge Maschinenbau (http://bit.ly/HFH_Bachelor_Maschinenbau), Mechatronik (http://bit.ly/HFH_Bachelor_Mechatronik) und Wirtschaftsingenieurwesen (http://bit.ly/HFH_Bachelor_Wing) am 1. Oktober wieder beste Einstiegsmöglichkeiten. Für den fachlichen Anschluss bieten sich die Masterstudiengänge Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen (http://bit.ly/HFH_Master_W-Ing) an, die zum 1. Januar starten.

Maschinenbau, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen: Im Fernstudium zum Bachelor

Während der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen zu den Traditionsstudiengängen der HFH zählt und seit 20 Jahren im Portfolio der Fernhochschule verankert ist, lassen sich seit Kurzem auch Maschinenbau und Mechatronik im Bachelor studieren. Beide Fernstudiengänge führen zum Bachelor of Engineering und dauern acht oder neun Semester, in der längeren Variante ist ein Hauptpraktikum mitinbegriffen. Beide vermitteln zunächst die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und das fachliche Basiswissen des jeweiligen Fachs. Bereits im Bachelor können fachliche Schwerpunkte gesetzt werden: Zur Wahl stehen in Maschinenbau Konstruktion und Entwicklung, Produktionstechnik /-wirtschaft, Robotik, Mensch-Maschine-Interaktion sowie Smart Products & Services. In Mechatronik kann aus den Schwerpunkten Robotik, Mensch-Maschine-Interaktion und Smart Products & Services gewählt werden.

Der Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen bietet nicht nur hinsichtlich des wählbaren akademischen Grades – Bachelor of Science in 8 Semestern oder Bachelor of Engineering in 9 Semestern – individuelle Wahlmöglichkeiten. Bei der Schwerpunktsetzung können sich Studierende zwischen insgesamt elf Modulen entscheiden: Neben technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Modulen steht hier auch der Schwerpunkt „Ingenieurpsychologie und Management komplexer Problemsituationen“ zur Wahl, ein Thema, das den interdisziplinären Ansatz des Studiengangs unterstreicht.

Option Master: Im Fernstudium Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau

Mit den genannten Bachelorabschlüssen bieten sich Anschlussmöglichkeiten für ein Masterstudium. Der Master Wirtschaftsingenieurwesen kann je nach Erststudium auf 60, 90 oder 120 Credit Points studiert und mit dem Master of Science oder Master of Engineering abgeschlossen werden. Je nach Leistungsumfang dauert er drei, vier oder fünf Semester und legt einen inhaltlichen Fokus auf die aktuellen Themen Digitalisierung und Industrie 4.0.

Den Master Maschinenbau, den auch Anika Koch studiert, bietet die HFH ebenfalls als berufsbegleitendes Fernstudium an. Für die Praxisphasen und obligatorischen Labore arbeitet die HFH mit dem Institut für Lebenslanges Lernen der Hochschule Heilbronn zusammen. Bei den Laboren stehen Virtuelle Produktentwicklung – CAD/DMU, ein Roboterlabor und ein Vertiefungslabor im Fach Mehrkörpersysteme zur Wahl. Für welche Schwerpunkte und Labore sich Anika Koch entscheiden wird, wird sich erst in einigen Wochen klären. Eines steht für sie aber bereits jetzt fest: „Ich möchte weiter aufsteigen, zum Beispiel zur Projektleiterin – dabei kann mir der Masterabschluss sehr helfen.“

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: shutterstock_364435274.jpg

Mehr lesen