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Künstliche Intelligenz im Handel 2018: Weg vom Hype, willkommen in der Realität Fokus auf Vertrieb und Marketing, der Kunde steht noch nicht im Mittelpunkt

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Berlin (ots) – Wieviel ist Künstliche Intelligenz (KI) im Handel wert und wo liegen die Wachstumschancen? Eine neue Studie des Capgemini Research Institute errechnet ein 300+ Milliarden US-Dollar Potenzial für Händler, die ihre aktuellen KI-Anwendungen skalieren und erweitern. Bisher ist das allerdings nur bei 1 Prozent der beobachteten Anwendungsfälle möglich. Im Rahmen der Studie „Retail superstars: How unleashing AI across functions offers a multi-billion dollar opportunity“ wurden 400 global tätige Handelsunternehmen befragt, die KI-Anwendungen bereits in unterschiedlichen Reifegraden einsetzen und gemeinsam 23 Prozent des Umsatzes im globalen Einzelhandelsmarkt repräsentieren.

Achim Himmelreich, globaler Leiter Customer Engagement für Konsumgüter und Handel bei Capgemini, meint: „Die Händler weltweit scheinen nun zu wissen, wie wichtig KI für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sein wird. Das Bewusstsein ist da und erste Schritte wurden eigeleitet. Der großflächige Einsatz in der Praxis ist jetzt der nächste Meilenstein. Vor allem aber sollten Händler der Versuchung widerstehen, nur kurzfristige Renditeziele zu verfolgen und dabei Kunden – vor allen Dingen im Sinne langfristiger Kundenbindndung – aus dem Blick zu verlieren. Laut unserer Studie legt der Großteil der Unternehmen bei KI vor allem Wert auf Kosten, Daten und Return on Invest (ROI), statt zu beobachten, welche Steine sie ihren Kunden damit in den Weg legen. Langfristig werden sich loyale Kunden wesentlich nachhaltiger in finanziellen Kennziffern niederschlagen.“

Wesentliche Erkenntnisse der Studie:

– Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Händler verwenden heutzutage KI: Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 17 Prozent im Jahr 2017, seit 2016 hat sich dieser Prozentsatz versiebenfacht (4 Prozent).

– KI schafft Arbeitsplätze, die Verluste sind bisher überschaubar: 71 Prozent der Händler geben an, dass KI heute Arbeitsplätze schafft, wobei sich über zwei Drittel (68 Prozent) dieser Jobs auf einem recht erfahrenen Niveau bewegen. Dagegen erklärten 75 Prozent, dass KI bislang keinerlei Arbeitsplätze in ihrer Organisation ersetzt habe. Diejenigen die sagten, dass Arbeitsplätze eingespart wurden, schätzen die Zahl auf 25 oder weniger.

– KI führt zu weniger Kundenbeschwerden und höheren Umsätzen: Händler sind sich bemerkenswert einig bezüglich des Einflusses von KI auf die Kundenbeziehung und Umsätze: Während die Erwartungen seit 2017 sanken, erwarten 98 Prozent der Befragten, die KI in kundennahen Funktionen einsetzen, bis zu 15 Prozent weniger Kundenbeschwerden, während 99 Prozent der Befragten einen Anstieg der Umsätze von bis zu 15 Prozent erwarten. Das ist ein bedeutender Sprung seit 2017, als die Antworten von „Null“ über „15 Prozent Wachstum“ bis hin zu „ich weiß es nicht“ reichten.

Um die Chancen für zukünftiges Wachstum, wie den erwarteten Nutzen und eine realistische Umsetzung, zu berechnen, analysierte das Capgemini Research Institute 43 Anwendungsfälle für KI mit folgendem Ergebnis:

Nur wenige Handelsunternehmen können tatsächlich Milliarden einsparen: Laut der Studie können Einzelhändler in der Zukunft 300+ Milliarden US-Dollar einsparen, indem sie die KI-Anwendungen über die gesamte Lieferkette hinweg skalieren. Bei der Prüfung aller aktiven KI-Anwendungen zeigte sich jedoch, dass nur 1 Prozent dieser Projekte für eine Implementierung an mehreren Standorten oder bei einer vollständigen, flächendeckenden Implementierung geeignet ist.

Mangelnder Fokus auf einfache, kundenorientierte Implementierungen: Diese mangelnde Skalierbarkeit beruht wahrscheinlich darauf, dass Händler sich auf komplexere Projekte mit höherer Rendite konzentrieren. Einzelhändler, die KI anwenden, arbeiten acht Mal häufiger an Projekten mit hoher Komplexität als an „quick wins“, die einfacher zu skalieren sind. Bei den bisherigen Implementierungen fehlt zudem der Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit: Treibende Kräfte hinter den derzeitigen KI-Implementierungen sind Kosten (62 Prozent) und ROI (59 Prozent), während die Kundenerfahrung (10 Prozent) und die bekannten Kunden „pain points“ (7 Prozent) erheblich niedrigere Priorität haben.

Enormes Potenzial für die KI im Betrieb: Heute sind nur 26 Prozent der KI-Anwendungsfälle auf den Betrieb ausgelegt, die aber hinsichtlich der Renditen zu den profitabelsten gehören. Zu den herausragenden Beispielen zählen die Verwendung von AI für Beschaffungsaufgaben (rund 7,9 Prozent ROI), die Verwendung von Bilderkennungsalgorithmen zur Diebstahlerfassung im Geschäft (7,9 Prozent) und die Optimierung der Supply-Chain-Routenplanung (7,6 Prozent). Eine digitale und optimierte Lieferkette bietet große Chancen, da KI hier deutlich mehr Effizienz bringt.

Einzelhändler sind realistischer in Bezug auf ihre Bereitschaft für KI Nun, wo Künstliche Intelligenz in der Praxis angekommen ist, sind auch die Unternehmen realistischer, was ihre eigene Bereitschaft dafür angeht. Während im Jahr 2017 noch 78 Prozent behaupteten, dass sie über die für die Implementierung der KI erforderlichen Fähigkeiten verfügen, sind es heute nur noch 53 Prozent. Mehr als acht von zehn Einzelhändlern waren 2017 zuversichtlich, dass ihr Datenökosystem für die Implementierung der KI bereit ist. In der aktuellen Studie ist dieser Wert auf 55 Prozent gefallen. Der Anteil von Organisationen, die angeblich eine Roadmap für die KI-Implementierung haben, ist von 81 Prozent im Jahr 2017 auf nur noch 36 Prozent gesunken.

Die Studie steht hier zum Download bereit: https://www.capgemini.com/de-de/research/aufbau-eines-handelsriesen/

Forschungsmethodik

Das Capgemini Research Institute befragte im August 2018 400 Führungskräfte von Einzelhändlern in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Indien, Italien, Spanien, Schweden und den Niederlanden. Alle Befragten gaben an, dass sie KI-Anwendungsfälle in verschiedenen Reifegraden über eine Reihe von Einzelhandelssektoren und Ländern hinweg implementieren. Im Oktober 2018 führte Capgemini eine umfangreiche Sekundärforschung durch, die sich auf die 250 umsatzstärksten Einzelhändler konzentrierte. Die Umsatzzahlen wurden aus den bei Bloomberg für 2017 veröffentlichten Einnahmen ermittelt. Die Stichprobe stellt eine Mischung aus Einzelhändlern dar, die in mehreren Teilbereichen und Regionen des Einzelhandels tätig sind.

Über Capgemini

Capgemini ist einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services und Digitaler Transformation. Als ein Wegbereiter für Innovation unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um Cloud, Digital und Plattformen. Auf dem Fundament von 50 Jahren Erfahrung und umfangreichem branchenspezifischen Know-how hilft Capgemini seinen Kunden, ihre Geschäftsziele zu erreichen. Hierfür steht ein komplettes Leistungsspektrum von der Strategieentwicklung bis zum Geschäftsbetrieb zur Verfügung. Capgemini ist überzeugt davon, dass der geschäftliche Wert von Technologie durch Menschen entsteht. Die Gruppe ist ein multikulturelles Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern, das 2017 einen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

Mehr unter www.capgemini.com/de. People matter, results count.

Über das Capgemini Research Institute

Das Capgemini Research Institute ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten über den Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in Großbritannien, Indien und den USA.

Quelle: presseportal.de

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e-Mobility: sechs von 12 Wallboxen empfehlenswert ADAC Test zeigt: Billigprodukte können gefährlich sein

e-Mobility: sechs von 12 Wallboxen empfehlenswert

München (ots) – Wer sich ein Elektroauto zulegt, braucht eine Ladestation für zu Hause – eine sogenannte Wallbox. Der ADAC hat zwölf Modelle – mit Ladeleistungen von 3,7 kW bis 22 kW – einem Systemvergleich unterzogen.

Das Testergebnis zeigt große Unterschiede. Sechs Boxen erhielten die Note „sehr gut“ oder „gut“ und sind damit empfehlenswert. Drei Boxen (mit „ausreichend“ bewertet) hatten so große Schwächen, dass sie als nicht empfehlenswert eingestuft wurden. Und drei Geräte fielen aufgrund eklatanter Sicherheitsmängel im Test durch.

Am besten abgeschnitten haben die 11-kW-Wallbox des deutschen Herstellers ABL (Note 1,0) und die 4,6-kW-Box des Herstellers Keba (Note 1,3). Mit 865 Euro beziehungsweise 762 Euro liegen sie preislich im Mittelfeld. Ebenfalls ein „sehr gut“ (Note 1,4) bekam die 22-kW-Box von Mennekes – diese ist mit 1903 Euro allerdings doppelt so teuer.

Der ADAC warnt vor den beiden im Internet erhältlichen Billiggeräten von Annies-Carparts und Franz Röcker (Note jeweils 5,5). Die Ladeboxen schalten bei einer Fehlermeldung den Strom nicht ab. Dies ist extrem gefährlich und kann zu einem Brand oder zu Personenschäden führen.

Wichtig: Die Installation einer Wallbox muss eine Elektrofachkraft übernehmen. Hilfreich ist ein fest an der Box angebrachtes Ladekabel. Auf nicht benötigte Ausstattungen sollte man verzichten. Diese können die Bedienung erschweren sowie zu Fehlern und Ausfällen führen. Um hohe Zusatzkosten zu vermeiden, ist ein integrierter Schutz gegen Gleichfehlerströme wichtig. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass zusätzlich zu den Kosten einer Wallbox auch Anschlusskosten entstehen.

Untersucht wurden die Zuverlässigkeit beim Laden, die Einfachheit der Bedienung sowie die Sicherheit. Das Gesamturteil konnte dabei nicht besser sein als die Note der Sicherheit. Die kompletten Testergebnisse finden sich unter www.bit.ly/adac_wallboxen.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: „obs/ADAC e.V.“

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TÜV Rheinland: Sprachassistenten bewusst einsetzen Alexa, Google Home oder Siri vereinfachen den Alltag
Viele Verbraucher sind kritisch
Gespeicherte Daten können gelöscht werden

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Köln (ots) – Die Sprachsteuerung von Geräten und Sprachassistenten sind weiter auf dem Vormarsch – Stichwort Smart Home. Manche Verbraucher haben jedoch Sicherheitsbedenken, wenn es um Sprachassistenten geht. Denn Geräte wie Alexa von Amazon, Google Home oder Siri von Apple hören bei privaten Gesprächen mit, greifen oft auf andere Anlagen zu und können Bestellungen auslösen. Auf der anderen Seite erleichtern Sprachassistenten den Alltag und bieten neue, interessante Möglichkeiten. „Wer die Sprachassistenten bewusst einsetzt und bestimmte Regeln beachtet, kann mit ihnen eine Menge Freude haben“, sagt Günter Martin, Internet-Experte von TÜV Rheinland.

Antwort auf fast alle Fragen

Eine Funktion der Systeme ist die Beantwortung aller Fragen, die öffentliche Informationen enthalten, beispielsweise: Wie wird das Wetter morgen? Oder: Wo finde ich das nächste italienische Restaurant? Über die Assistenten können Verbraucher aber auch Nachrichten schicken oder Anrufe vom Handy aus tätigen, ohne es in die Hand zu nehmen, Musik hören und das Smart Home steuern, wenn der Sprachassistent mit Licht, Radio oder Klimaanlage vernetzt ist. Die Verbindung mit sicherheitsrelevanten Funktionen ist dagegen nicht zu empfehlen. „Sprachassistenten sind nicht auf die Stimme der Besitzer zugeschnitten. Jeder in Hörreichweite kann Anweisungen geben. Das sollten Nutzer immer bedenken“, unterstreicht Martin. Ist das Gerät zum Beispiel mit der Schließanlage des Hauses verbunden, könnte ein Dritter von außen theoretisch mit einem Megaphon rufen und so einfach ins Gebäude gelangen.

In bestimmten Situationen Gerät ausschalten

Über sensible Daten wie Kreditkartennummern und Passwörter sollte bei eingeschaltetem Sprachassistenten nicht gesprochen werden. „Die Geräte haben einen Ausschaltknopf, der in diesen Situationen genutzt werden sollte“, erklärt Martin. Zwar hören die Systeme die ganze Zeit mit, aber sie verbinden sich erst mit dem Server des Anbieters, wenn der Nutzer sie ausdrücklich anspricht. Dann speichern sie die Befehle des Nutzers, um sie zu analysieren und auszuführen. Übrigens können Verbraucher in der App unter Einstellungen anhören und lesen, was sie gesprochen haben und dies löschen. Weitere Informationen unter www.tuv.com/de/trustiot bei TÜV Rheinland.

Quelle: presseportal.de

Bildquelle: shutterstock_497278348.jpg

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Lost in Digitalization: Digitale Transformation als die große Unbekannte? BearingPoints dritter Digitalisierungsmonitor: Mitarbeiter unzureichend über Digitalstrategie ihrer Unternehmen informiert

Lost in Digitalization

Frankfurt am Main (ots) – Die Digitale Transformation von Unternehmen im deutschsprachigen Raum schreitet weiter voran. Doch während Strategie und Vision in vielen Unternehmen inzwischen formuliert, verstanden und mit messbaren Zielen hinterlegt sind, mangelt es noch an der Einbindung der Mitarbeiter. Zwar ist einem Großteil der Angestellten bekannt, dass es in ihrem Unternehmen eine Digitalstrategie gibt – fast die Hälfte empfindet diese allerdings als nicht transparent. Viele wissen weder, warum und wohin sich das Unternehmen mit der Digitalisierung verändern will, noch, welche Rolle sie selbst dabei spielen. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Digitalisierungsmonitor der Management- und Technologieberatung BearingPoint, der bereits zum dritten Mal in Folge durchgeführt wurde.

Es zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied zwischen Führungspersonal und Mitarbeitern: Während sich die Mehrheit der Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung nicht ausreichend über die Digitalstrategie informiert fühlt, fehlt es Führungskräften deutlich seltener an Informationen. „Längst nicht alles, was Führungskräfte zu kommunizieren glauben, kommt auch bei den Mitarbeitern an“, kommentiert Carsten Schulz, Partner bei BearingPoint, das Ergebnis und ergänzt: „Die Kommunikation erreicht offenbar einen Großteil der Führungskräfte, doch die Weitergabe an die Ebenen darunter gelingt nur teilweise. Das mag auch an den Einschränkungen der ausgewählten Kommunikationswege liegen.“ Deutliche Defizite gibt es zudem im Bereich Schulungen. So fehlt es in vielen Unternehmen noch an Weiterbildungsangeboten zur Digitalen Transformation und an der Vermittlung notwendiger Kompetenzen wie beispielsweise analytischer Fähigkeiten.

Veränderung zum Alltag machen

In vielen Bereichen der Digitalisierung kommen Unternehmen dagegen gut voran. Strategie und Vision sind im Vergleich zum Vorjahr inzwischen klar definiert und entsprechende Umsetzungsverantwortlichkeiten wurden festgelegt. Doch die Schere zwischen den Unternehmen öffnet sich: Beispielsweise wählten 42 Prozent der befragten Unternehmen zwar bereits einen der beiden höchsten Reifegrade aus, jedoch steht jedes fünfte Unternehmen bei der Entwicklung der Digitalstrategie noch recht am Anfang. „Wir sehen, dass es vornehmlich traditionellen Unternehmen, die älter als 21 Jahre sind, noch schwerfällt, ihre Visionen auf die Anforderungen der Digitalen Transformation auszurichten. Sie drohen somit, den Anschluss an die digitale Wirtschaft zu verlieren“, sagt Alexander Broj, Partner bei BearingPoint.

Nachdem 2017 die Geschäftsmodellentwicklung bei den Studienteilnehmern im Vordergrund stand, sind es nun wieder technologische Aspekte, insbesondere hinsichtlich der Prozessoptimierung. „Nachholbedarf sehen wir noch im Bereich ‚Veränderungen in der Unternehmenskultur und -struktur‘. Dies wird zwar bereits seit dem ersten Digitalisierungsmonitor mehrheitlich als erfolgsrelevant angesehen, doch bildet dieser Bereich trotz Fortschritten bisher noch das Schlusslicht“, ergänzt Broj.

Im Vergleich zu 2017 gab es innerhalb des letzten Jahres bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und der Digitalisierung von Produkten oder Services hingegen wenig Fortschritt und im Bereich „Kanäle und Kundenkontakt“ wurde gar ein Rückschlag verzeichnet. „Eine naheliegende Erklärung ist, dass die Unternehmen mittlerweile besser bewerten können, was in der Umsetzung gut funktioniert und was nicht“, so Broj. „Die Anbindung an bestehende Unternehmensprozesse ist oftmals komplex. Bis alle Kanäle vollends integriert sind, die dann eine einheitliche Customer Journey ermöglichen, ist es noch ein langer Weg.“

Datenschutz als Erfolgsfaktor

Bei der Entwicklung und Etablierung neuer digitaler Produkte und Services könnte sich der Datenschutz zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor entwickeln, da dies für Konsumenten der DACH-Region besonders wichtig ist. Bisher zeigt das Nutzungsverhalten, dass insbesondere die ältere Generation datenschutzrechtlichen Themen eher ausweicht und im Zweifelsfall lieber auf die Nutzung bestimmter Services verzichtet.

„Hier können Unternehmen ansetzen, indem sie ihre Datenschutzrichtlinien transparent gestalten und datenschutzrechtliche Aspekte durch den Konsumenten beeinflussbar machen. So lassen sich auch digital weniger affine Zielgruppen oder B2B-Kunden leichter überzeugen“, erklärt Carsten Schulz. „Verständliche Informationen darüber, welche Daten erhoben werden und welche Bedeutung sie für ein Angebot haben, können das Vertrauen der Nutzer in digitale Anwendungen stärken und somit zu einem besseren Verständnis für den Wert und die Notwendigkeit von Daten beitragen.“

Über die Studie

Die Studie „Lost in Digitalization“, die im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlich erweitertes Sample umfasst, wurde von Ende Mai bis Ende Juli 2018 durchgeführt. Für den Jahresvergleich wurden insgesamt 257 Mitarbeiter aus Unternehmen im deutschsprachigen Raum befragt. Mehrheitlich nahmen an der Befragung Führungskräfte mit Personalverantwortung aus der Finanzindustrie sowie von Produktions- und Logistikunternehmen teil, darüber hinaus wurden auch Mitarbeiter ohne Personalverantwortung befragt. Ergänzt wurde die turnusmäßige Erhebung durch zwei weitere Online-Befragungen, die im Juni 2018 stattfanden. Zum Themenschwerpunkt „Mitarbeiter“ wurden 2.500 Mitarbeiter verschiedener Unternehmen und Branchen befragt. Die Befragung zum Thema „Konsumenten“ zählte 2.603 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum. Insgesamt zeichnet der Digitalisierungsmonitor damit ein repräsentatives Bild der Unternehmen, ihrer Mitarbeiter und Konsumenten.

Die Studie ist unter dem folgenden Link verfügbar: http://ots.de/a5rYI8

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Bereichen: Consulting, Solutions und Ventures. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft, Solutions fokussiert auf eigene technische Lösungen in den Bereichen Digital Transformation, Regulatory Technology sowie Advanced Analytics, und Ventures treibt die Finanzierung und Entwicklung von Start-ups voran. Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. BearingPoints globales Beratungs-Netzwerk mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Quelle: presseportal.de
Bildquelle:"obs/BearingPoint GmbH"
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