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Keine Lust auf Arbeit? 4 Tipps für Wege aus dem Motivationsloch

Fast jeder kennt das Gefühl. Der Wecker klingelt und zack – der schöne Traum vom Leben am weißen Sandstrand unter Palmen zerplatzt. Die überfüllte Bahn ruft, die Gedanken schweifen zum noch ausstehenden Projekt, die Laune sinkt beim Gedanken an den anstrengenden Arbeitskollegen, der die Aufgabe anstatt sie selbst zu erledigen lieber auf fremden Schreibtischen ablegt. Das bestätigt auch eine Studie des Beratungsunternehmens Gallup: Jeder vierte hat keine Lust auf seine Arbeit. Die Arbeitnehmer geben in der Studie sogar an, innerlich bereits gekündigt zu haben. Den Schaden tragen dabei nicht nur die Unternehmen, sondern vor allem auch die Arbeitnehmer. Wie kann man also gegen das Motivationsloch ankämpfen?

Keine Lust auf Arbeit – Was ist zu tun?

Phasen, in denen die Arbeit vorübergehend keinen Spaß macht, sind dabei ganz normal. Wenn dies jedoch zum Dauerzustand wird, ist es Zeit über Veränderungen nachzudenken. Zunächst ist es wichtig, die Ursache für die Lustlosigkeit aufzudecken. Gibt es Konflikte auf der Arbeit? Sind die Aufgaben zu anspruchsvoll? Oder sogar zu langweilig?

Tipp 1 – Gespräch suchen und Probleme konkret benennen

Ein erster Tipp ist, die Ursachen für die Motivationslosigkeit direkt anzusprechen und anzugehen. Das Gespräch mit Kollegen oder dem Vorgesetzten zu suchen ist zwar nicht immer angenehm, stellt aber oft den schnellsten Weg zur Problemlösung dar. Falls dies nicht möglich ist, bieten Institutionen wie der Betriebsrat oder die Sozialberatung Anlaufstellen. Diese ermöglichen Unterstützung ohne eine direkte Konfrontation. Auch das Gespräch mit der Familie oder Freunden kann sich in vielen Fällen als hilfreich erweisen. Durch den neuen Blickwinkel eines Außenstehenden und das Gefühl, nicht alleine mit dem Problem zu sein, kann die Unzufriedenheit gelindert und an neuen Lösungsansätzen gearbeitet werden.

Tipp 2 – JobCrafting: kleine Veränderungen, hohe Motivation

Den perfekten Job gibt es nicht. Die Vorstellung, auf Anhieb seine Traumstelle zu finden und für immer und ewig zufrieden zu sein, ist leider unrealistisch und trägt zur Lustlosigkeit bei der Arbeit bei. Dabei verändern sich das Leben und auch die eigene Persönlichkeit ständig. Viel wichtiger ist also: Die Suche nach einem Job, der grundsätzlich zu den eigenen Fähigkeiten und Passionen passt. Hat man diesen gefunden, können auch kleine Veränderungen schon für eine gesteigerte Motivation sorgen.

Eine beliebte Technik aus der Organisationspsychologie, die häufig bereits unbewusst angewandt wird, ist das JobCrafting. Ziel dabei ist es, seine persönlichen Bedürfnisse, mit denen des Unternehmens in Einklang zu bringen. So kann ein Langschläfer Gebrauch von der Gleitzeitregelung machen, ein Softwareentwickler ganz aus Spaß für sein Unternehmen bloggen oder ein Lehrer mit einer Leidenschaft für Theater eine Theatergruppe ins Leben rufen. Um die Technik des JobCraftings erfolgreich anzuwenden, sollte man sich einige Fragen stellen:

  • Welche Aufgaben machen mir Spaß, die ich zusätzlich übernehmen oder in meinen Arbeitsalltag integrieren kann?
  • Wodurch wird mein Arbeitsplatz attraktiver für mich?
  • Was inspiriert mich?

Tipp 3 – Belohnungen gegen Lustlosigkeit

Überstunden machen, die Mittagspause ausfallen lassen und dann auch noch am Wochenende die E-Mails checken? Arbeitnehmer werden für ihren Einsatz häufig nicht genug gelobt. Daraus resultieren Motivationslosigkeit und keine Lust auf die Arbeit. Warum das Belohnen also nicht selbst übernehmen? Erfolgserlebnisse kann man sich ganz leicht selbst schaffen. So wird der Start in die Woche direkt angenehmer, wenn nach dem Arbeitstag ein Besuch beim Lieblingsitaliener wartet oder die Mittagspause für ein leckeres Eis in der Sonne genutzt wird.

Aber auch den Arbeitsalltag an sich kann man durch Belohnungen attraktiver und positiver gestalten. Nach 25 Minuten konzentrierter Arbeit folgen 5 Minuten Entspannung. Diese Methode nennt sich Pomodoro-Technik und trägt zur Verbesserung des Zeitmanagements bei. Ziel dabei ist es, das Abschweifen während der Arbeit zu verringern und ein Erfolgsgefühl nach der Arbeitszeit zu schaffen.

Tipp 4 – Work-Life-Balance: Feierabend heißt Freizeit

Lustlosigkeit im Job kann vor allen Dingen auch dann entstehen, wenn die Freizeit nicht genügend Ausgleich bietet. Ins Kino gehen, Freunde treffen, mit dem Partner kochen, die Familie besuchen – all das trägt zu einem positiven Lebensgefühl bei. Frustration bei der Arbeit kann durch schöne Erlebnisse nach Feierabend schnell in den Hintergrund rücken und plötzlich als gar nicht mehr so schlimm erscheinen. Auch vor der Arbeit sollte die Zeit sinnvoll genutzt werden. Den Tag mit etwas beginnen, das guttut. So macht der neue Lieblingssong beim Frühstück direkt gute Laune und der Spaziergang ins Büro führt zu einem entspannten Start in den Tag.

Fazit: Generell gilt, dass wir uns selbst oft zu wenig Anerkennung für unsere Leistungen zollen. Der erste Schritt raus aus dem Motivationsloch ist also unsere Leistungen selbst wert zu schätzen und auch kleine positive Veränderungen wahrzunehmen. Dann gilt auch wieder: Mehr Lust auf die Arbeit.

Falls die Lustlosigkeit bei der Arbeit jedoch langfristig bestehen bleibt, hilft häufig nur noch eine berufliche Veränderung. Gerade nach zahlreichen Jahren im selben Job fällt das Bewerbungsschreiben jedoch oft nicht leicht. Viele Jobsuchende haben schon Erfahrung beim Bewerbung schreiben lassen gesammelt. So bietet beispielsweise das Team von richtiggutbewerben Unterstützung bei professionellen Bewerbungen und erspart den Bewerbern dadurch Zeit und Nerven.

Quelle: richtiggutbewerben.de

Bildquelle: shutterstock 313495841

Tags : ArbeitFreizeitMotivationWork-Life-Balance